Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Jagdfasan

Steckbrief

Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Lebensraum: ursprünglich in Auwäldern Mittelasiens; heute in fast ganz Mitteleuropa verbreitet, wo er vor allem zu Jagdzwecken eingeführt wurde
Sozialstruktur: in der Brutzeit polygyn (ein Hahn verpaart sich mit 1 bis 3 oder mehr Hennen); sonst in Gruppen von 2 bis 30 Tieren mit strenger Rangordnung
Nahrung: vor allem Samen, Beeren, Wurzeln, grüne Pflanzenteile, aber auch Insekten, Schnecken und Würmer
Paarungszeit: März/April bis Juni
Brutzeit: 23-25 Tage
Größe:
Körperlänge 50-90 cm, davon 20-60 cm Schwanz
Gewicht: 800-1500 g
Höchstalter: 3 Jahre, in menschlicher Obhut bis 15 Jahre

Kennzeichen:

Beim männlichen Jagdfasan sind Kopf und Hals glänzend dunkelgrün, die Halsseiten erscheinen purpurn bis blau. Die nackten Kopfseiten sind intensiv rot. Die Federn an Nacken, Brust und Körperseiten sind kupferfarben bis rötlich golden und tragen einen blauschwarz glänzenden Saum. Die Rückenfedern sind dunkel kupferrot mit grünlich-purpurnem Glanz. Die Schwanzfedern sind stark verlängert und gelb- bis olivbraun mit schwarzen Sprenkeln und Querbändern. Im Gegensatz zu dem des Hahns ist das Kleid der Henne zum Schutz beim Brüten recht unauffällig und hat eine insgesamt bräunliche Tarnfärbung mit dunkelbraun bis schwarzen Flecken und kürzeren Schwanzfedern.

Lebensraum/-weise:

Der Fasan bevorzugt Auwälder oder dichte Gebüsche in der Nähe von Gewässern. In unserer Kulturlandschaft leben die Vögel gerne in Getreide- und Maisfeldern, die ihnen sowohl Nahrung als auch Deckung bieten. Sie sind Bewohner der Ebenen, die aber in weiten Flusstälern auch auf die Hochebenen innerasiatischer Gebirge vorgedrungen sind. Sie meiden offene Steppen und Wüsten.
Der Fasan ist tagaktiv. Er ist ein guter Läufer, fliegen kann er hingegen nur sehr schwerfällig. Erwachsene Vögel haben meist einen Schlafbaum. Der Fluchtreflex ist beim Jagdfasan sehr ausgeprägt, die Vögel sind zudem sehr schreckhaft. Gegenüber nasskalten Sommern oder Winterkälte ist er überaus empfindlich.

Jagdfasan im Unterholz
Nahrung:

Der Fasan ernährt sich überwiegend von Samen, Beeren, Wurzeln und grünen Pflanzenteilen, aber auch von Insekten, Schnecken und Würmern. Zur Zerkleinerung der Nahrung im Magen benötigt er kleine Steinchen – sogenannte Malsteinchen –, die mit der Nahrung aufgenommen werden.

Fortpflanzung:

Die Hähne markieren ihr Revier und verteidigen ihren Balzplatz gegen andere Fasane. Die Balz erfolgt von März bis Juni. Ende April erfolgt die Eiablage in eine gescharrte kahle oder mit Laub ausgekleidete Mulde. Ein Gelege besteht aus 8 bis 12 oliv-braunen Eiern (46 mm × 36 mm). Nach 23 bis 25 Tagen schlüpfen die Jungen. Jagdfasane sind Nestflüchter und schon nach 10 bis 12 Tagen flugfähig. 8 Wochen lang werden die Jungen von der Henne gefüttert.

Besonderheiten:

Schon die Römer sollen den Speisevogel aus Asien nach Europa gebracht haben. Mitte des 19. Jahrhunderts waren wilde Fasanen in wenigen Gebieten Bayerns bekannt. In Deutschland wurden vornehmlich vier Arten bzw. Unterarten eingeführt, die sich in der Folgezeit untereinander kreuzten, so dass man heute oft vom Jagdfasan als Sammelbegriff spricht.

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