Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Mandarinente

Steckbrief

Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Lebensraum: Ostasien: gegenwärtig nur noch begrenzte Vorkommen in Ostsibirien, China und auf der japanischen Insel Hokkaido; waldumstandene Binnengewässer, nährstoffarme Seen und Teiche
Als Ziergeflügel ist die Mandarinente sehr beliebt. In Europa gibt es vereinzelt verwilderte Parkpopulationen. In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet dagegen sind die Bestände rückläufig und gelten als teils bestandsgefährdet.
Sozialstruktur: paarweise (monogame Saisonehe) oder in kleinen Gruppen
Nahrung: omnivor: Wasserpflanzen, Fischlaich, Samen, Nüsse, Insekten und deren Larven, Krusten- und Weichtiere
Paarungszeit: März-April
Brutdauer: 28-31 Tage
Größe:
Körperlänge 41-49 cm
Gewicht: 430 bis 690 g
Höchstalter: 10 Jahre
Besonderheit: In China gilt die Mandarinente als Symbol für eheliche Treue, wegen ihrer ausgeprägt monogamen Lebensweise.

Kennzeichen:

Die Mandarinente gehört zu den „Glanzenten“, deren Name vom metallischen Glanz ihres Gefieders stammt. Den prächtigen, bunten Erpel erkennt man leicht an seinem grün-metallischen Schopf, dem kastanienbraunen „Backenbart“, dem großen weißen Überaugenstreifen und den auffallend großen orangefarbenen Flügelfedern, die „segelartig“ aufgestellt sind. Das Prachtkleid trägt das Männchen ab dem späten Sommer bis in den frühen Sommer des nächsten Jahres. Im Ruhekleid sehen die Erpel fast aus wie die Weibchen, sind aber an den karminroten Schnäbeln zu erkennen.
Das graubraune Weibchen ist vergleichsweise unscheinbar, hat einen weißen Augenring mit einem verlängerten Lidstrich, ein weißes Kinn und eine gefleckte Unterseite. Die Weibchen der Mandarinente kann man leicht mit dem Weibchen der nordamerikanischen Brautente verwechseln.
Im Flug ist bei beiden Geschlechtern der dunkelgrüne Spiegel sichtbar. Der kleine und spitze Schwanz ist das auffallendste Merkmal, an dem fliegende Mandarinenten erkannt werden können.

Lebensraum/-weise:

In ihrer natürlichen Umgebung ist die Mandarinente sehr scheu und hält sich vorwiegend in der dichten Ufervegetation von Flüssen und Seen versteckt. Dabei fliegt sie sehr geschickt durch die Zweige hindurch und klettert mit ihren spitzen Krallen im Geäst der Bäume herum.
Mandarinenten sind sehr kälteunempfindlich. Da sie überdies eine große Ortstreue zeigen, können sie in Mitteleuropa freilebend gehalten werden.

Mandarinente schwimmt auf dem Wasser
Nahrung:

Mandarinenten suchen ihre Nahrung überwiegend auf dem Land, wobei sie auch große Samen wie Eicheln und Bucheckern unzerkaut verschlucken. Als Beigabe verzehren die Mandarinenten auch kleine Tiere, die sie im Wasser und Schlick finden. Hierzu gehören Insekten und deren Larven, Krusten- und Weichtiere.

Fortpflanzung:

Die Mandarinente brütet in Baumhöhlen, die bis zu 9 m über dem Erdboden liegen. Die Ente legt in ihrer Baumhöhle 6 bis 10 weiße Eier, die 5 cm groß sind, und brütet diese in 28 bis 31 Tagen aus. Nur das Weibchen brütet. Nach dem Schlupf springen die jungen Enten aus der Baumhöhle und laufen so schnell wie möglich zum nächsten Gewässer. Junge Mandarinenten sind mit etwa 40 bis 45 Tagen flugfähig. Sie verlassen dann das elterliche Brutrevier und bilden Schwärme, die sich an geeigneten Seen und Teichen niederlassen.

Besonderheiten:

In China gilt die Mandarinente als Symbol für eheliche Treue, wegen ihrer ausgeprägt monogamen Lebensweise. Viele Paare bleiben mehrere Jahre hinweg zusammen.
In Europa wurde die Mandarinente wegen ihrer auffallenden Färbung bereits 1745 eingeführt. Der europäische wildlebende Bestand scheint mit geschätzten 7000 Brutpaaren mittlerweile den asiatischen zu übertreffen.

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