Europäische Hornotter

Steckbrief

Familie: Vipern (Viperidae)
Ordnung:
Schuppenkriechtiere (Squamata)
Lebensraum:
Trockenes, steiniges Buschland und lichte Wälder
Sozialstruktur: Einzelgänger, in der Winterstarre in Gruppen vorkommend
Nahrung: Kleine Säugetiere, Vögel und Eidechsen, aber auch Grillen und Heuschrecken
Paarungszeit: März-April
Setzzeit: Nach 80-90 Tagen
Größe: Bis maximal 110 cm Länge, meistens zwischen 70-80 cm, Männchen sind größer als Weibchen
Höchstalter: Bis 20 Jahre
Besonderheit: Hornottern haben eines der stärksten Gifte unter den europäischen Giftschlangen.

Kennzeichen:

Typisch ist die dunkelbraune bis schwarze wellen- und zickzackförmige Musterung des Rückens. Ein markantes Merkmal ist das auf der Nasenspitze befindliche, rundum mit Schuppen bedeckte Horn.

Lebensraum/-weise:

Hornottern sind tag- und dämmerungsaktiv. In der kalten Jahreszeit fallen sie in Winterstarre, je nach Region 1- 6 Monate lang. Hierfür ziehen sie sich – häufig mit vielen anderen Artgenossen – in mehrere Meter tiefe Felspalten zurück. Hornottern kommen in Deutschland nicht vor, wohl aber in unseren Nachbarländern Österreich und Italien, sowie in weiteren südeuropäischen Ländern. Hier bewohnen sie trockenes und steiniges Buschland und lichte Wälder. Häufig sind sie an Steinmauern und sonnenexponierten Hängen zu finden.

Nahrung/Fütterung/Jagdweise:

Als Jungtiere ernähren sich Hornottern von kleinen Eidechsen und Insekten. Größere Schlagen verzehren auch Kleinsäuger und Vögel. Sie töten Ihre Beutetiere mit Hilfe eines Giftes, welches zum einen zu Gewebezerstörung führt, zum anderen aus einem Nervengift besteht, das Lähmungserscheinungen hervorrufen kann. Hornottern beißen mit einer Geschwindigkeit von 35 km/h zu. Hornottern können ihre Schwanzspitze mit langsamen Bewegungen hin und her schwingen. So imitieren sie eine Larve oder ein Insekt. Beutetiere werden dadurch in ihre Nähe gelockt.

Fortpflanzung/Zucht:

Die Paarung erfolgt nach der Winterstarre und Frühjahrshäutung im März und April. Hornottern sind ovovivipar, es werden bis zu 20 kleine Schlangen lebend geboren.

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