Hauskaninchen

Steckbrief

Lebensraum: Haustier
Sozialstruktur: in Gruppen; die Tiere müssen min. paarweise gehalten werden
Nahrung: Gras, Heu, Kräuter, Gemüse, Obst
Paarungszeit: ganzjährig
Setzzeit: nach 31 Tagen
Größe: 20-70 cm (rassenabhängig)
Gewicht: 1-12 kg (rassenabhängig)
Höchstalter: 7-11 Jahre
Besonderheit: Kaninchen benutzen Heu um ihre Nahrung besser zu verdauen.

Kennzeichen: Hauskaninchen sind die domestizierte Form des Wildkaninchens. Kaninchen sind tagaktiv und deshalb beliebte Haustiere. Die körperlichen Merkmale können je nach Rasse variieren. Alle Kaninchen haben lange, schmale Ohren – sogenannte Löffel – und einen kurzen wolligen, oft helleren Schwanz namens „Blume“. Vom Feldhasen sind sie vor allem durch kürzere Vorderläufe, kleinere Ohren, schwarze Augen und das Leben in größeren Gruppen zu unterscheiden.

Lebensraum/-weise: Das Hauskaninchen lebt – wie auch sein wilder Verwandter – in Gruppen. Deshalb müssen die Tiere mindestens als Paar in größeren Ställen gehalten werden. Grundbedürfnisse eines Kaninchens sind Platz für Bewegung, härtere Nahrung – zum Beispiel Zweige von Obstbäumen – zum Nagen, Plätze zum Graben und Verstecken. Außerdem ist eine abwechslungsreiche Ernährung sehr wichtig.

Nahrung/Fütterung: Kaninchen sind wie alle Hasenartigen Pflanzenfresser. Im Gegensatz zum Hasen, der sich von Rinde oder Trieben ernähren kann, braucht das Kaninchen Heu, Gras, Kräuter, aber auch Obst und Gemüse. Frisches Heu und Kräuter müssen ständig zur Verfügung gestellt werden, da Kaninchen einen sehr kurzen Verdauungstrakt haben, der ständig mit Futter versorgt werden muss. Fertige Futtermischungen sind oft ungeeignet für die Kaninchenernährung, da diese Zusatzstoffe und Beilagen enthalten.

Fortpflanzung/Zucht: Hauskaninchen ist jederzeit paarungsbereit. Sie werden nach etwa 12 bis 16 Wochen geschlechtsreif und können theoretisch monatlich einen neuen Wurf auf die Welt bringen, da sie nur 31 Tage tragen. Geboren werden 3 bis 8 Jungtiere, die, wie bei den wilden Verwandten, nackt sind. Gezüchtet wurde das Hauskaninchen zuerst als Nahrung und zur Pelzherstellung. Heute ist es auch sehr beliebt als Haustier. Durch die verschiedenen Zuchten entsteht auch die Rassenvielfalt und die großen Unterschiede in Größe und Gewicht.

Besonderheiten: Kaninchen benutzen Heu um ihre Nahrung besser zu verdauen. Sie haben zwei Arten von Kot. Der sogenannte Blinddarmkot ist weich, länglich und riecht stärker. Kaninchen fressen diesen um den Vitamin- und Eiweißhaushalt zu decken und er dient zur Gesunderhaltung des Darms. Der Urin kann – je nach Nahrung – verschiedene Farben, z.B. Gelb, Rot oder Violett annehmen. Die Nagezähne der Kaninchen wachsen das ganze Leben lang, deshalb brauchen sie härtere Nahrungsbestandteile um die Zähne zu schleifen.

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