Europäischer Fischotter

Steckbrief

Lebensraum: Flache Flüsse mit zugewachsenen Ufern in Europa, Asien und Afrika
Sozialstruktur: Einzelgänger
Nahrung: Fleischfresser
Paarungszeit: ganzjährig, Hauptpaarungszeit Februar – März
Setzzeit: durch Keimlingsruhe 8,5 bis 12, 5 Monate nach Paarung
Größe: Körperlänge bis 90 cm, Schwanzlänge bis 40 cm
Gewicht: bis zu 12 kg
Höchstalter: 13 Jahre, in Gefangenschaft bis 22
Besonderheit: Fischotter hat ca. 50.000 Haare/cm²

Kennzeichen: Den Fischotter kennzeichnet ein dichtes braunes Fell, das vor Kälte und Feuchtigkeit schützt und aus etwa 50 000 Haaren pro Quadratzentimeter besteht. Beim Menschen sind es lediglich 0-120. Durch das dichte Fell entsteht ein Luftpolster zwischen Haut und Haaren, aus dem während des Tauchens langsam die Luft entweicht. Dies ist durch aufsteigende Luftblasen gut zu sehen. Ist das Luftpolster entwichen, verlassen die Tiere das Wasser wieder um Luft „nachzutanken“

Lebensraum/-weise: Fischotter sind an den Lebensraum Wasser gebunden. Sie ernähren sich zwar durchaus auch von Wassergeflügel und Kleinsäugern, hauptsächlich halten sie sich jedoch im Wasser auf! Im Winter nutzen die Tiere immer den gleichen Einstieg, so dass das Loch möglichst lange eisfrei bleibt.

Nahrung/Fütterung/Jagdweise: Fischotter ernähren sich überwiegend von kleinen Fischen, dabei bevorzugen sie kranke und schwache Tiere. Außerdem dienen ihnen Krebse und Muschel als Nahrung. Neben Wassertieren erbeuten sie auch Mäuse, Enten und Vögel! Als Marder benötigt der Fischotter besonders viel Nahrung. Täglich müssen die Tiere 12-15% ihres Körpergewichts zu sich nehmen.

Fortpflanzung/Zucht: Fischotter haben eine flexible Keimruhe. Ist wenig Nahrung vorhanden, wird der Fötus erst einmal nicht weiter versorgt und zwar so lange, bis wieder genug Futter vorhanden ist. Daher kann die Tragzeit von Fischottern stark variieren, von 58 Tagen bis zu 12 Monaten

Besonderheiten: Durch seinen langgezogenen Körperbau ist der Fischotter ein hervorragender und wendiger Schwimmer. Er kann bis zu acht Minuten lang tauchen und mit den langen Tasthaaren an der Schnauze – den so genannten „Vibrissen“ – Fische sogar in trüben Gewässern aufspüren.

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