Mitteleuropäisches Rotwild

Steckbrief

Lebensraum: Laub- und Mischwälder mit offenen Flächen oder Wiesen
Sozialstruktur:  Herde, nach Geschlecht getrennt
Nahrung: Wiederkäuer, Gräser und Kräuter, Baumrinde
Paarungszeit: September bis Oktober
Setzzeit: Mai/Juni nach 8 Monaten
Größe: Schulterhöhe 100-150 cm
Gewicht: 100-250 kg
Höchstalter: 20 Jahre
Besonderheit: das Geweih kann bis zu 14 kg wiegen

Kennzeichen: Das sehr kräftige Mitteleuropäische Rotwild ist unter den 32 Hirscharten der Welt die viertgrößte. In der satten, braun-roten Färbung im Sommer, sowie auch im grauen Winterhaar passt sich das Rotwild sehr gut  seiner Umgebung an. Die Schulterhöhe beträgt 100 – 150 cm, das Gewicht liegt bei 100 – 250 kg. Das Kahlwild (das weibliche Rotwild) ist kleiner. Nur das Jugendkleid ist gefleckt. Das Auffälligste am Hirsch ist sein Geweih. Das kräftige Stangengeweih kann bis zu 14 kg wiegen!

Lebensraum/-weise: Der Lebensraum des mitteleuropäischen Rotwildes besteht aus Laub- und Mischwälder mit offenen Flächen oder Wiesen.  Tagsüber lagert es meist in guter Deckung und  tritt erst am Abend zur “Äsung“ also zum Fressen aus. Es lebt zumeist in Herden, die außerhalb der Paarungszeit, “Brunft“ genannt, entweder nur aus weiblichen Tieren oder männlichen Hirschen bestehen. In Deutschland kommt das Rotwild in allen größeren Waldgebieten vor.

Nahrung/Fütterung: Das Rotwild ist ein reiner Pflanzenfresser und benötigt lange Ruhephasen zum Wiederkäuen von Gräsern und Kräutern. Im Frühjahr werden oft Knospen von Büschen und Bäumen gefressen. Im Winter verursacht das Rotwild gebietsweise große Schäden, wenn es die Rinde von Bäumen schält und Triebspitzen verbeißt. Im Spätsommer und Herbst lagert es bei reicher Ernte von Eicheln und Bucheckern Fett für die kargen Zeiten des Winters an. Im Wildpark wird das Rotwild mit Kraftfutter, Getreide, Heu und Grassilage gefüttert, im Herbst auch mit Kastanien und Eicheln.

Fortpflanzung/Zucht: Die Brunft dauert von Anfang September bis Mitte Oktober. Dann hallen  die röhrenden Brunftschreie der Hirsche durch den Wald. In imposant wirkenden Kämpfen versuchen sich die Rivalen zu ermüden und zu vertreiben. Nur selten kommt dabei ein Hirsche zu Tode. Der Hirsch hält seine weiblichen Tiere in der Gruppe möglichst eng zusammen und treibt jedes Tier, das sich absondern will, mit Geweihschlägen zurück, im Gegensatz zum Damhirsch. Bei diesem kommen die weiblichen Tiere zu den so genannten Brunftkuhlen des Hirsches. Das Rotwild wird mit etwa 1,5 Jahren geschlechtsreif. Nach einer Tragzeit von 33 – 34 Wochen gebärt das Rotwild pro Jahr ein Kalb, aber es gibt auch Zwillingsgeburten. Das Kalb wird in einem Versteck abgelegt und anfangs nur zum Säugen aufgesucht. Die Säugezeit kann bis in den Frühwinter hinein gehen. Bis zur Geburt des nächsten Kalbes bleibt es bei der Mutter und hält auch danach meist zu ihrem Rudel, wenn es ebenfalls ein weibliches Tier ist. Die jungen Hirsche hingegen schließen sich einem Hirschrudel an.

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