Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Torsten Frings tauft Luchsnachwuchs

10. Juni 2020

1, 2 oder 3? Wie viele Luchsbabys die Tierpfleger im Wildpark Schwarze Berge gleich erwarten werden wissen sie noch nicht, als sie mutig an die Wurfhöhle von Luchsmama Ronja treten. Die junge Luchsmutter hat sich Mitte Mai zurückgezogen, um ihren Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Heute steht für die wilden Kätzchen nicht nur der erste Tierarztbesuch an, sondern auch die Namenstaufe von Ex-Fußball-Nationalspieler Torsten Frings.

Kleine Pinselöhrchen

„Wir sehen den Luchsnachwuchs gerade zum ersten Mal“, berichtet Manuel Martens, leitender Tierpfleger im Wildpark Schwarze Berge. Solange der Nachwuchs noch so klein ist, wird er von seiner Mutter streng bewacht und gut versteckt. Das ist auch nötig, denn bei der Geburt sind Luchsbabys mit ihren 250-300g noch blind und hilflos. Erst nach etwa zwei Wochen öffnen sie ihre blauen Augen und fangen langsam an die Welt zu erkunden.

Fauchender Luchsnachwuchs im Wildpark Schwarze Berge
Wurmkur für den Luchsnachwuchs
Die Untersuchung

„Die Entwurmung ist jetzt nötig, denn wenn sie in den nächsten Wochen den Bau verlassen, sollen sie geschützt sein,“ erklärt uns Martens, der mittlerweile drei junge Luchse aus der Baumhöhle geholt hat und der Tierärztin Dr. Martina Schmoock überreicht. Einmal Herz abhören, Gebiss anschauen, ein ID-Chip unter die Haut, ein kleiner Schluck milchige Wurmkur und schon ist die erste Untersuchung überstanden. Ganz überraschend für alle, es sind drei Mädchen. Eine Seltenheit, denn Mutter Natur sorgt normalerweise dafür, dass im Wurf auch ein Stammhalter dabei ist.

Rockys Taufe

Nach dem Gesundheits-Check durfte sich Luke, der 5-jährige Sohn von Frings, einen der kleinen Luchse aussuchen und zusammen mit Papa taufen. „Ich liebe den Wildpark und ganz besonders die Luchse haben es mir und meinem Sohn angetan“, berichtet Frings. „Ich freue mich sehr, Tierpate für einen dieser kleinen Schützlinge zu werden.“ Getauft wurde das kleinste fauchende Luchsmädchen auf den Namen Rocky. „Den Namen hat sich mein Sohn gewünscht“, lacht Frings, als ihnen feierlich die Urkunde überreicht wurde. Auch wenn Luchsmädchen Rocky das mit dem Wasser auf dem Kopf nicht ganz verstanden hat, gefallen ihr die kleinen Kuscheleinheiten vom Ex-Nationalspieler sehr.

Geschlechterbestimmung vom Luchsnachwuchs im Wildpark Schwarze Berge
Torsten Frings und Sohn Luke taufen Luchsnachwuchs Rocky im Wildpark Schwarze Berge

Aber jetzt geht es erstmal wieder zurück zu Mama Ronja, die schon sehnsüchtig auf ihre drei kleinen Mädchen gewartet hat. Die beiden Katzen-Schwestern von Rocky heißen übrigens Romy und Ruby, darüber wurde über unseren Facebook- und Instagram-Account  abgestimmt.
Bis zum Alter von etwa neun Wochen werden die Jungen noch von ihr gesäugt. Zurzeit können Besucher die kleinen Pinselohren in der offenen Luchs-Baumhöhle im Wildpark Schwarze Berge tanzen sehen. Schon bald gehen sie mit Mama und Papa auf Streifzug.

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