Exotische Gäste

Reptilien-Ausstellung
Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Exotische Gäste

12. April 2023
Sie sind haarig oder haben Schuppen, sie haben gar keine Beine oder gleich acht: über Pfingsten (27.- 29. Mai) sind die Terrarien-Freunde-Hamburg e. V. unter dem Motto „Zauberwelt Terraristik“ im Wildpark Schwarze Berge zu Gast. Im Gepäck haben sie jede Menge Exoten, die es sonst so nicht im Park zu sehen gibt. Drei Tage lang gibt es viel zu entdecken, zu fotografieren und zu lernen – über farbenfrohe Geckos, bizarr anmutende Chamäleons oder freche Blauzungenskinke.
Wer traut sich?
Ganz Mutige können auch mal über die weiche, glatte Haut einer Dionennatter streicheln oder sich eine Vogelspinne über die Hand krabbeln lassen. „Wir freuen uns, dass wir unsere Tiere im Wildpark Schwarze Berge zeigen können“, ist Sven Sommerfeld, Mitglied des ehrenamtlichen Vereins begeistert von der Zusammenarbeit.
Vogelsipinne-über-die-Hand-laufen-lassen-bei-der-Reptilienausstellung-im-Wildpark-Schwarze-Berge
Die-schuppige-Haut-einer-Bartagame-anfassen-bei-der-Reptilienausstellung-im-Wildpark-Schwarze-Berge
Spannendes Programm

Aber wie wechselt ein Chamäleon seine Farbe? Was braucht eine Vogelspinne zu ihrem Glück? Wie viel
Wärme benötigen Schildkröten? Von Samstag bis Montag können die Exoten nicht nur bestaunt und
angefasst werden, es stehen auch spannende Vorträge auf dem Programm.
Und für die kleinen
Besucher gibt es außerdem eine erlebnisreiche Kinderecke mit Spiel-, Bastel- und Rätselspaß rund um
die außergewöhnlichen Wildpark-Gäste. „Die Jugendarbeit ist für uns eine wichtige Aufgabe, denn in
Hamburg gibt es nur wenige Vereinigungen, die junge Terrarianer unterstützen“, so Sommerfeld

„Die Jugendarbeit ist für uns eine wichtige Aufgabe, denn in Hamburg gibt es nur wenige Vereinigungen, die junge Terrarianer unterstützen“, so Sommerfeld. Auch Arne Vaubel, Geschäftsführer im Wildpark Schwarze Berge, freut sich über diese besondere Ausstellung. „Besucher können hier nicht nur neugierige Bartagamen oder einen Halsbandleguan hautnah erleben, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen der Terraristik werfen und sich bei Experten informieren.“

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Luchse reisen nach Polen

Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Luchse reisen nach Polen

2. Februar 2023

Wer erinnert sich noch an Levi, Thore und Leandra, die drei Luchskinder, die im Mai 2022 bei uns geboren sind? Mittlerweile sind die Geschwister schon 9 Monate alt und dürfen an einem Wiederansiedlungsprojekt in Nordwestpolen teilnehmen. Ziel des Projektes ist die Wiederherstellung einer vermehrungsfähigen Population des Nordluchses.

Anforderungen erfüllt!

„Wir freuen uns sehr, dass unser Luchsnachwuchs alle Anforderungen erfüllt, um das Projekt von der Westpommerschen Gesellschaft für Naturkunde zu unterstützen“. Nicht alle Tiere sind für die Auswilderung geeignet. Sie müssen nicht nur gesund und kräftig sein, sondern auch alle genetischen Qualifizierungsanforderungen erfüllen. Die Luchse werden an Standorten mit der höchsten Überlebenswahrscheinlichkeit von Jungtieren freigelassen, das heißt an Standorten, die nach einer Analyse der Habitateignung als optimal für diese Tierart eingestuft werden.

Luchse gehen in Transportboxen auf große Reise nach Polen
Immer schön vorsichtig...

„Jeder Luchs, der in das Projekt einfließt, ist anders,“ berichtet die Projektleitung Aleksandra Smaga aus Polen. „Es gibt sehr verschlossene, vorsichtige und mehr oder weniger neugierige Individuen. Durch sorgfältige Beobachtung ist es möglich, diejenigen Luchse auszuwählen, die für die Freilassung geeignet sind, weil sie scheu und vorsichtig sind und den Kontakt zum Menschen meiden.“ Bevor die Luchse also auf große Entdeckungsreise in die Wildnis geschickt werden, müssen sie das vorherige Auswilderungs-Training bestehen. Keine leichte Übung, sie lernen das Jagen und Leben in freier Laufbahn.

Artenschutz ist unsere Pflicht

Lange Zeit war der Luchs auch aus deutschen Wäldern verschwunden. Heute ist er durch erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekte im Harz und im Bayrischen Wald wieder heimisch und die Population ist stabil. Bereits 2004 haben wir uns mit zwei Luchsen an einem Auswilderungsprojekt im Harz beteiligt. „Wir sehen es als unsere Pflicht, regelmäßig verschiedene Artenschutz- und Arterhaltungsprojekte zu unterstützen“. So werden hier außerdem die Nerze und Wisente in Erhaltungszuchtprogrammen mit anderen Artgenossen europaweit koordiniert verpaart. „Das gewährleistet eine optimale Nutzung des vorhandenen Genpotentials bei vom Aussterben bedrohter Tierarten und hilft, diese langfristig zu erhalten“.

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So trifft uns die Energiekrise

Nahaufnahme einer Heidschnucke im Wildpark Schwarze Berge
Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

So trifft uns die Energiekrise

Der Wildpark Schwarze Berge beschäftigt sich schon lange intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit in allen Arbeitsbereichen. „Die Energiekrise trifft uns alle. Zum Glück sind wir gut vorbereitet,“ informiert uns Arne Vaubel, Geschäftsführer vom Wildpark Schwarze Berge. Das Thema spiegelt sich seit vielen Jahren im Handeln des Parks wider. Der Betriebshof des Wildparks wird energetisch bereits seit 2012 durch Photovoltaik-Anlagen und Solarthermie versorgt. Im Eingangsbereich sorgt ein Blockheizkraftwerk für gesteigerte Energieeffizienz im Park. Betriebsintern werden regelmäßig Arbeitsabläufe und Prozesse abteilungsübergreifend durchleuchtet, um sie effizienter und energiesparsamer zu gestalten.

Externer Energieberater

Ende 2021 hat der Wildpark Schwarze Berge einen externen Energieberater hinzugezogen, um den Energieverbrauch von Gastronomie, Verwaltung und Tieranlagen zu untersuchen und weiteres Optimierungspotential aufzuzeigen. Die Lichtanlagen wurden modernisiert und die Einstellung von bestehenden Zeitschaltuhren nachgebessert. Nachts leuchten schon seit Gründung des Parks keine Lampen.

Thomas bei der Energieberatung
Ferkel kuscheln im Stroh
Kuschelige Strohschlafplätze

 „Unsere Tiere sollen mit einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus leben. Im Wald gibt es schließlich auch keine Laternen,“ bemerkt Vaubel. Die meisten Tiere im Wildpark kommen auch in der regionalen Wildnis vor und sind an den hiesigen Winter angepasst. Dank Winterfell und Fettschicht brauchen sie keine zusätzliche Wärme in den kalten Monaten. Ihnen reichen kuschelige Stroh-Schlafplätze.

Für Hygiene, gegen Energieersparnis

Aktuell diskutierte Energieeinsparmaßnahmen, wie das Abstellen von Warmwasser in den Besuchertoiletten sieht der Geschäftsführer kritisch: „Das Warmwasser bleibt an. Zoonosen und vor allem die wieder steigenden Corona-Fälle sind Grund genug, sich für die Hygiene und gegen die Energieersparnis zu entscheiden. Letztendlich liegt es an jedem von uns, energiebewusst zu handeln und das auch nach der Krise, denn der Klimawandel bleibt eine stetige Aufgabe.“ Die Parkmitarbeiter werden durch interne Schulungen regelmäßig sensibilisiert. Ein gegenseitiges Aufmerksam machen, sorgt für ein Umdenken im eigenen Handeln.

Trotz aller Vorkehrungen bleibt abzuwarten, wie sich die Energiekrise entwickelt. Das Wildparkmanagement bleibt optimistisch. „Wenn die Besucherzahlen weiterhin stabil bleiben, wird der Park die Eintrittspreise zum Winter nicht anpassen müssen,“ freut sich Vaubel darüber, dass das Energiemanagement der Vergangenheit dem besucherfinanzierten Wildpark jetzt zugutekommt.

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Kämpfende Könige

Röhrender Hirsch in der Brunft
Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Kämpfende Könige

Gerade verabschiedet sich der Sommer, schon steigt der Testosteron-Spiegel der Hirsche, und der sonst so scheue „König der Wälder“ tritt stimmgewaltig ins Rampenlicht. Eine anstrengende Aufgabe, denn der stärkste Platzhirsch darf nicht nur alle Hirschkühe begatten, sondern muss auch sein Brunftrudel zusammenhalten und ständig vor Rivalen schützen.
Brunftzeit
„Während der Brunftzeit kann ein Hirsch schon mal bis zu 25 Prozent seines Körpergewichts verlieren,“ erklärt Svenja Oßenbrügge vom Natur-Erlebnis-Zentrum im Wildpark Schwarze Berge e.V.. Unter den Hirscharten zeichnet sich der Rothirsch durch ein besonders großes und kapitales Geweih aus. Die Fellfarbe der Hirsche ist im Sommer rotbraun, daher auch der Name Rothirsch. Im Winter färbt sich die Decke graubraun.
Das Damwild kann aus der Hand gefüttert werden, Brunft
Platzhirsch verteidigt seine Kühe, Brunft
Die richtige Tageszeit

„In den Dämmerungsstunden sind unsere Hirsche besonders aktiv,“ verrät Oßenbrügge. Ausgerüstet mit Kaffee und Snacks aus dem Waldhaus gleich neben dem Tal der Hirsche, macht es besonders viel Spaß, Rotwild, Elche, Rehwild und Damwild bei uns zu beobachten.

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Luchs-Drillinge

Luchsnachwuchs im Gras im Wildpark Schwarze Berge WEB
Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Luchs-Drillinge

9. Juni 2022

Nachdem Elchdame Heidi jüngst ihre langbeinigen Zwillinge zur Welt gebracht hat, hat Luchsmama Ronja nun nachgezogen. Drei süße Luchskätzchen haben das Licht der Welt erblickt.

Kugelrunde Ronja

Die kugelrunde Ronja hat sich vor einigen Wochen in eine gut geschützte Baumhöhle zurückgezogen, um dort ihre Jungen in Ruhe zur Welt zu bringen. „Wir freuen uns sehr über den gesunden Nachwuchs. Es zeigt, dass sich die Luchse bei uns wohl fühlen.“ erklärt leitender Tierpfleger Manuel Martens. Auch wenn der Luchs in einem Sozialgefüge eingebunden ist, sind Luchse überwiegend Einzelgänger. Nicht alle zusammengeführten Luchspaare verstehen sich daher auf Anhieb gut.

Luchseltern Ronja und Finn beim Kuscheln auf dem Baum
Luchsnachwuchs beim Säugen
Luchsnachwuchs
Doch mit Ronja und Finn ist das anders. Sie haben sich 2018 im Wildpark Schwarze Berge kennengelernt und von Anfang an gut verstanden. „Es ist bereits der vierte Wurf, den die beiden uns schenken“, freut sich Martens darüber, mit dem Nachwuchs die Population in Deutschland zu erhöhen. Lange Zeit war der Luchs aus unseren Wäldern verschwunden.
Luchsnachwuchs im Gras im Wildpark Schwarze Berge WEB
Heute ist er durch Wiederansiedlungsprojekte im Harz und im Bayrischen Wald wieder heimisch und die Population ist stabil, sodass dort derzeit keine neuen Auswilderungsprojekte nötig sind.
Ronja beschützt ihren Nachwuchs

Bei der Geburt sind Luchsbabys noch blind und wiegen etwa 250 bis 300 Gramm. Erst nach etwa zwei Wochen öffnen sie ihre strahlend blauen Augen. Luchskatze Ronja beschützt ihren Nachwuchs wie ihren Augapfel. „Gerade ist äußerste Vorsicht geboten ist, wenn wir nach dem Rechten schauen. Wir versuchen Mutter und Kätzchen viel Ruhe zu geben,“ berichtet Martens. Bis zum Alter von circa neun Wochen werden die Jungen gesäugt. Wann die Luchsdame ihren Nachwuchs stolz präsentiert, wissen wir noch nicht. Aber wer besonders gute Augen hat, sieht ab und an 2 große und 6 kleine Pinselohren im Gras oder in ihrem Versteck in einer Baumhöhle tanzen.

Ende des Monats steht für die Kleinen die Erstuntersuchung und Entwurmung an. Erst dann wird auch klar sein, ob die Schnurrnasen Mädchen oder Jungen sind. Bei der Namenssuche für die drei Luchse dürfen die Besucher dann gerne helfen. Das Team des Wildparks freut sich über Vorschläge via Facebook und Instagram, sobald die Geschlechter bestimmt sind.

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Elternglück im Elchtal

Die 2-jährige Elch-Mama Heidi hat nun alle Hufe voll zu tun. Der junge Nachwuchs ist sehr lebendig, erkundet neugierig die Umgebung und flitzt auf noch wackeligen Beinchen durch das Elchtal.

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Dachswaisen finden Ersatzpapa

Dachsfindelkinder, Stroh

Zwei Dachsfindelkinder erobern die Herzen des Parks. „Wir können es kaum erwarten, diese beiden süßen Welpen unseren Besuchern vorzustellen“, so Kira Bugenhagen, Sprecherin vom Wildpark Schwarze Berge.

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Himmlische Ruhe

Damwild im Nebel im Wildpark Schwarze Berge

Nichts los im Winter? Von wegen! Gerade jetzt lohnt es sich, auf einen Winterspaziergang vorbeizuschauen. Also warm einpacken und genießen – es gibt viel zu entdecken!

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Nachhaltigkeit im Wildpark

Mitarbeiterin sitzt im E-Mobil

Um Nachhaltigkeitsziele zu fördern, hat der Wildpark im September 2021 eine eigene Stelle für Nachhaltigkeit geschaffen. Die Aufgabe: realistische Maßnahmen, die umsetzbar sind und vor allem die Kundenzufriedenheit und das Wohl der Tiere und Mitarbeiter verfolgen.

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