Zwergohreule

Steckbrief

Lebensraum: warme, lichte Waldgebiete (vorzugsweise in Mittelmeerländern)
Sozialstruktur: Pärchen leben in der Regel in monogamer Saisonehe
Nahrung: vorzugsweise Insekten
Paarungszeit: April – Juni
Setzzeit: nach etwa 22 Tagen
Größe: ca. 20 cm, Spannweite bis 54 cm
Gewicht: bis zu 100 g
Höchstalter: 6 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 12
Besonderheit: Obwohl die Zwergohreule wie alle Nachtgreife lautlos fliegen kann, jagt sie kaum während des Fluges.

Kennzeichen: Die Zwergohreule ist nach dem Sperlingskauz die zweitkleinste europäische Eule. Durch ihr rindenfarbenes, graubraunes Gefieder ist sie auf den meisten Bäumen optimal getarnt. Sie ist zwar eine Ohreule, jedoch sind ihre Ohren meistens angelegt, sodass ihr Kopf dann rund erscheint. Obwohl die Zwergohreule aufgrund ihrer Größe und des Gefieders nur schwer zu entdecken ist, kann man oft sie oft anhand ihrer monotonen nächtlichen Reviergesänge nachweisen.

Lebensraum/-weise: Zwergohreulen lieben die warmen und trockenen Gebiete rund um das Mittelmeer, wie zum Beispiel Olivenhaine oder Pinienwälder. Trotzdem ziehen sie im Winter nach Afrika in die Savannengebiete südlich der Sahara. Die Zwergohreule ist ein rein nachtaktiver Vogel. Tagsüber ruht sie stets gut versteckt und reglos, nur unterbrochen von kurzen Putzphasen.

Nahrung/Fütterung/Jagdweise: Die Zwergohreule geht nachts auf die Jagd, dabei ist ihre Aktivität in zwei Phasen unterteilt: Zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht, darauf folgt eine zweistündige Ruhepause, und zwischen zwei Uhr und der frühen Morgendämmerung. Zwergohreulen sind sogenannte Ansitzjäger, d.h. sie lauern auf einem niedrigen Ast o.ä. und schlagen ihre Beute dann am Boden. Aufgrund ihrer Größe ernähren sie sich hauptsächlich von Insekten, wie zum Beispiel Zikaden, Heuschrecken und Käfern.

Fortpflanzung/Zucht: Zwergohreulen führen eine monogame Saisonehe und brüten in Höhlen in Bäumen oder im Fels. Das Weibchen legt 3 bis 4 Eier und brütet diese dann alleine aus, der Unterstand des Männchens liegt jedoch immer in Sichtweite des Nests. Nach etwa 22 Tagen schlüpfen die Jungen und werden von beiden Eltern versorgt.

Besonderheiten: Obwohl die Zwergohreule wie alle Nachtgreife lautlos fliegen kann, jagt sie kaum während des Fluges. Sie gehört außerdem zu den Arten, die vom Klimawandel profitieren, da sich ihr Verbreitungsgebiet durch steigende Temperaturen über Mitteleuropa bis nach Südskandinavien deutlich vergößert.

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