Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Waldohreule

Steckbrief

Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Lebensraum: Offene Landschaften, möglichst mit angrenzenden Feuchtgebieten
Sozialstruktur: Monogame Saisonehe
Nahrung: Mäuse und kleine Vögel
Paarungszeit: Balzbeginn im Februar
Brutzeit: März-Juni
Brutdauer: 27-28 Tage
Größe: Körperlänge 35-37 cm, Flügelspannweite ca. 95 cm
Gewicht: 220-370 g
Höchstalter: Bis 28 Jahre
Besonderheit: Im Winter bildet die Waldohreule häufig Schlafgemeinschaften mit bis zu 200 Tieren auf geringem Raum.

Kennzeichen:

Kennzeichnend für die Art sind die auffallend großen Federohren, die allerdings keine bekannte Funktion besitzen. Bis auf die Ohrfedern sieht die Waldohreule dem Waldkauz ähnlich, ist jedoch bei etwa gleicher Größe deutlich schlanker und leichter. Ihr Gefieder ist kontrastreich bräunlich bis ockergelb gefärbt und tarnt sie optimal auf Ästen und in Baumkronen.

Lebensraum:

Besonders an Waldrändern und in offenen Kulturlandschaften ist die Waldohreule häufig zu finden, da sie einerseits genügend Deckung für Ruhe- und Brutplätze, andererseits offene Flächen zur Jagd benötigt. Ihr riesiges Verbreitungsgebiet erstreckt sich fast über die gesamte gemäßigte Zone der Nordhalbkugel, es gibt sie in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas.

Waldo die Waldohreule
Jagdweise:

Wenn die Abenddämmerung einsetzt, beginnt die Jagdzeit der Waldohreule: Vor der Jagd putzt sie zunächst intensiv ihr Gefieder, dann beginnt die erste von zwei nächtlichen Aktivitätsphasen, die etwa 2 bis 3 Stunden dauert. Anschließend an eine Ruhepause folgt dann eine zweite Jagdphase, die bis in die Morgendämmerung andauert.

Fortpflanzung / Zucht:

Zu Beginn des Frühlings versuchen die männlichen Waldohreulen ein Weibchen mit Paarungsrufen in ihr Revier zu locken und durch sogenannte Imponierflüge zu beeindrucken. Lässt sich ein Weibchen auf die Balz ein, beginnt das Männchen geeignete Brutplätze zu suchen und zeigt sie mit einem ganz spezifischen Bewegungsablauf seiner Auserwählten. Erst wenn ein geeigneter Brutplatz vorhanden ist, findet dort die Paarung statt. In Mitteleuropa liegt der Brutbeginn zwischen Ende März und Mitte April. Das Weibchen legt durchschnittlich 4 bis 6 Eier, aus denen nach 27 bis 28 Tagen die Eulenküken schlüpfen.

Besonderheiten:

Im Winter bilden Waldohreulen häufig Schlafgemeinschaften mit bis zu 200 Tieren auf geringem Raum – nicht nur mit Artgenossen, sondern auch mit anderen Arten, wie zum Beispiel der Sumpfohreule. Gegenüber anderen Arten kommt es hierbei zu keinerlei Aggression.

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