Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Schnatterente

Steckbrief

Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Lebensraum: flache Gewässer; Island, britische Inseln, Skandinavien, Mitteleuropa, Asien,
Nordamerika
Sozialstruktur: kleine Gruppen; monogame Saisonehe
Nahrung: Wasserpflanzen, Gräser, Wirbellose
Balzzeit: September-Oktober
Brutzeit: Mai-Juni
Brutdauer:
24-26 Tage
Größe:
Körperlänge 46-56 cm; Flügelspannweite 78-90 cm
Gewicht: 500-1300 g
Höchstalter: 13 Jahre
Besonderheit: Bei der Nahrungsaufnahme von der Wasseroberfläche äußert diese Ente ein charakteristisches „Schnattern“, welches der Art ihren Namen verliehen hat.

Kennzeichen:

Die Schnatterente zählt zu den Schwimmenten und ist von relativ schlanker Gestalt. Die Erpel haben ein gräuliches Körpergefieder mit schwarzem Hinterleib. An Kopf, Hals und Brust zeigt sich ein „Schuppenmuster“. Die Federn der Weibchen sind bräunlich und hell umrandet. Der Kopf der Weibchen ist insgesamt heller als der der Erpel. Der Bauch ist weißlich. Auf den Flügeln tragen Schnatterenten einen „zuckerwürfelförmigen“, weißen Spiegel. Der Schnabel ist schwarz und bei den Weibchen orange umrandet. Die Beine beider Geschlechter sind orange-gelb gefärbt.

Lebensraum/-weise:

Die Schnatterente ist eine lückenhaft verbreitete Art, die in subpolaren und gemäßigten Klimazonen brütet. Schnatterenten kommen an flachen, stehenden und langsam fließenden Gewässern vor. Bevorzugt werden nährstoffreiche Gewässer mit Schwimmpflanzen und vegetationsreichen Ufergürteln wie Röhrichten und Sumpfpflanzen. Die tag- und nachtaktive Ente ist häufig gesellig und in kleinen Grüppchen anzutreffen. Während der Brutzeit sind Schnatterenten insbesondere in der Dämmerung aktiv. Ab Oktober fliegen Schnatterenten in ihre Überwinterungsgebiete, aus denen sie im März/April an die Brutgewässer zurückkehren.

Schnatterente putzt sich auf dem Wasser
Nahrung / Jagdweise:

Als Nahrung bevorzugen Schnatterenten Wasserpflanzen, Gräser und Riedgräser. Kleine im Wasser lebende wirbellose Tiere wie Weichtiere, Wasserinsekten, Käfer und Fische stellen nur einen kleinen Teil des Speiseplans dar. Die Nahrung wird vor allem mit dem Schnabel von der Wasseroberfläche aufgenommen. Ein Teil der Nahrung wird „gründelnd“ gesucht, dafür tauchen die Enten mit dem Kopf und Oberkörper unter Wasser und nehmen die Nahrung mit dem Schnabel auf.

Fortpflanzung:

Schnatterenten leben in monogamen Saisonehen zusammen. Sie sind Bodenbrüter und legen ihre Nester meist einzeln, manchmal auch fast kolonieartig mit geringem Abstand nebeneinander an. Die Weibchen bauen das Nest auf trockenem Untergrund in dichter Vegetation. Dazu wird unweit des Wassers eine Mulde mit Pflanzenmaterial angelegt. Das Ausbrüten der Eier übernehmen ebenfalls ausschließlich die Weibchen. Innerhalb von 24 bis 26 Tagen brüten sie 8 bis 12 Eier aus. Nach dem Schlüpfen der Küken von Juni bis August dauert es 45 bis 50 Tage, bevor die jungen Vögel flugfähig und selbstständig werden. Es kann auch vorkommen, dass die Mutter die Jungen schon vorher verlässt.

Besonderheiten:

Bei der Nahrungsaufnahme von der Wasseroberfläche äußert diese Ente ein charakteristisches „Schnattern“, welches der Art ihren Namen verliehen hat. Der heute vergessene Name Knarrente verweist auf den charakteristischen Ruf. Der ist kurz und rau wie „rärrp“. Daneben ist der hohe Balzpfiff auffällig.

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