Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Sandregenpfeifer

Steckbrief

Familie: Regenpfeifer (Charadriida)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Lebensraum: Nordeuropa, Asien, Nordamerika; Küstengebiete
Sozialstruktur: monogame Saisonehe
Nahrung: Fleischfresser
Paarungszeit: März
Brutdauer: 21-28 Tage
Größe:
Körperlänge 17-20 cm, Flügelspannweite 40-57 cm
Gewicht: 40-80 g
Höchstalter: 11-20 Jahre
Besonderheit: Sein charakteristischer weicher, flötender Ruf ist ein helles „tüü ih“ mit Betonung auf der zweiten Silbe

Kennzeichen:

Rücken und Kopf des Sandregenpfeifers sind graubraun mit weißer Nackenbinde. Seine Unterseite ist weiß gefärbt. Der vordere Teil des Kopfes ist schwarz-weiß gezeichnet. Deutlich zu erkennen ist der schwarze Halsring und, im Flug, die weiße Flügelbinde. Die Augen weisen eine schwarze Färbung auf. Die kurzen Beine sind orange und der kurze Schnabel ist gelb-orange mit schwarzer Spitze. Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt, wobei Kopfmarkierung und Brustband der Weibchen oft viel Braun enthält.

Lebensraum/-weise:

Der Sandregenpfeifer lebt hauptsächlich an flachen, vegetationslosen Meeresküsten und brütet in Mitteleuropa im Küstengebiet der Nord- und Ostsee. Er bevorzugt ungestörte Küstenabschnitte und flache Seeufer. An Binnengewässern kommt die Art nur selten vor. Der Sandregenpfeifer ist ein Kurz- bis Langstreckenzieher und zieht im Herbst in Trupps nach West- und Südeuropa und Afrika in die Überwinterungsgebiete. Auf ihrem Zug rasten die Vögel an Küsten, im Watt und in Flussniederungen. Dann trifft man sie auch im Binnenland. Im Frühjahr kehren sie zurück an die Küsten von Nord- und Ostsee. Auf Grund der großen Zahl an Sandregenpfeifern, die sich im Wattenmeer auf dem Frühjahrszug versammeln, gilt diese Region als der wichtigste Rastplatz dieser Art. Dennoch sind Sandregenpfeifer in Deutschland vom Aussterben bedroht, hauptsächlich auf Grund von fehlenden Bruthabitaten, Überflutung der Brutplätze durch steigenden Meeresspiegel, Störungen der Brutaktivitäten durch intensiven Küsten-Tourismus sowie Prädation durch Füchse und andere Räuber.

Sandregenpfeifer zieht Wurm aus dem Sand
Nahrung:

Der Sandregenpfeifer ernährt sich von Würmern, Schnecken, Krebstieren, Spinnen, Insekten und deren Larven. Typisch für den Regenpfeifer ist das flinke Entlangrennen am Ufer, mit plötzlichen Stopps, um die Nahrung aufzupicken. Sehr häufig kommt es dabei zu einem schnellen Trippeln auf der Stelle. Möglicherweise dient dieses Verhalten dazu, Beutetiere an die Oberfläche zu locken.

Fortpflanzung:

Ab März beginnen Sandregenpfeifer, ihre Brutreviere zu beziehen. Sandbänke, Kiesabschnitte und kurzrasige Flächen werden zum Brüten genutzt. Als Nest dient eine Kies-oder Sandmulde, die vom Weibchen gescharrt und mit kleinen Steinchen, Pflanzenteilen, Muscheln und kleinteiligem Treibgut ausgelegt wird. Meist im Mai legt das Weibchen 4 Eier, die von beiden Partnern 21 bis 28 Tage lang bebrütet werden. Die Küken verlassen das Nest bereits kurz nach dem Schlüpfen und suchen selbständig nach Nahrung. Sie werden jedoch von den Altvögeln bewacht und das Nest wird vehement verteidigt. Bei drohender Gefahr versuchen die Eltern, die Feinde durch das Imitieren von Verletzungen zu verleiten und abzulenken. Nach drei bis vier Wochen sind die Jungvögel flügge. Sie sind bereits innerhalb des ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Sandregenpfeifer ziehen häufig zwei Bruten pro Jahr groß. Unter besonders günstigen Bedingungen kann es auch zu einem dritten Gelege kommen.

Besonderheiten:

Der charakteristische weiche, flötende Ruf des Sandregenpfeifers ist ein helles „tüü ih“ mit Betonung auf der zweiten Silbe. Der Ruf im Balzflug ist ein aneinandergereihtes „düje“. Er warnt mit einem pfeifenden „tihp“.

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