Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Rehwild

Steckbrief

Familie: Hirschartige (Cervidae)
Ordnung:
Paarhufer (Artiodactyla)
Lebensraum:
Felder, Wiesen, Wälder
Sozialstruktur: Einzelgänger während der Brunft und Setzzeit, in Gruppen im Winter
Nahrung: Kräuter, Beeren, Knospen, Zweige
Paarungszeit: Juli/August
Setzzeit: Mai/Juni
Größe: Länge 100-140 cm, Höhe 60-90 cm
Gewicht: 15-30 kg
Höchstalter: 15 Jahre
Besonderheit:
Das Rehwild ist die in Europa häufigste und kleinste Art der Hirsche.

Kennzeichen:

Das Rehwild ist zurzeit in Europa die am häufigsten anzutreffende Hirschart. Es gehört zur Unterfamilie der „Trughirsche“, so genannt, weil im Vergleich zu allen anderen Hirscharten der Knochenaufbau der Vorderbeine sowie die Zähne anders sind. Seine Körperlänge beträgt 100 bis 140 cm, die Körperhöhe 60 bis 90 cm und das Gewicht liegt bei etwa 15 bis 30 kg. Das kleine Geweih des Bockes, dem männlichen Rehwild, von den Jägern auch „Gehörn“ genannt, bekommt meist nicht mehr als drei Enden pro Stange. Der Rehbock wirft sein Geweih im November oder Dezember ab und „fegt“ dieses im Frühjahr.

Lebensraum/-weise:

Das Reh bevorzugt heutzutage, neben Feldern und Wiesen, Waldrandgebiete im Flachland sowie im Gebirge. Während die Rehe sonst meist einzeln oder in kleinen Gruppen von 2 bis 10 Tieren leben, finden sich im Winter oft größere Gruppen zusammen. Im Frühjahr löst sich das große Rudel wieder auf.

Reh-Bock in der Abenddämmerung im Wildpark Schwarze Berge
Nahrung / Fütterung:

Mehr als das Rotwild ist das Reh zum „Kulturfolger“ geworden; statt seiner ursprünglichen Laub- und Knospennahrung bevorzugt es heute vielfach die saftigen, hochwertigen Nutzpflanzen, die der Mensch anbaut; daneben nimmt es gern Kräuter, Brom- und Himbeeren. Die frühen Morgen- und späten Abendstunden sind die beliebtesten Äsungszeiten. Im Wildpark bekommen die Rehe neben Kraftfutter auch frische Grünzweige.

Fortpflanzung:

Während der Paarungszeit im Juli und August treffen sich Rehbock und Ricke. Das Revier des Rehbocks umfasst dabei Reviere von mehreren Ricken. Das Paarungsritual beinhaltet die sogenannten Hexenkreise, bei denen der Bock hinter dem kreisförmig flüchtenden Weibchen herläuft. Nach rund neun Monaten kommen häufig Zwillinge zur Welt. Nach einer Eiruhe von August bis Dezember, in dem der Fötus in seiner Entwicklung stagniert, entwickelt sich die Frucht im Januar weiter.

Geweihe:

Wie bei fast allen Hirscharten trägt auch bei den Rehen nur das männliche Tier, der Rehbock, ein kleines, wenig verzweigtes Geweih. Die geringe Größe des Geweihs ist zum einen auf die Größe der Rehe, zum anderen auch auf die Jahreszeit, in der das Geweih wächst, zurückzuführen. Im Gegensatz zu den meisten Arten wächst dem Rehbock das sogenannte Gehörn im Winter.

Besonderheiten:

Die Fellfärbung eines Rehs variiert je nach Jahreszeit. Während im Winter die Grau-und Brauntöne dominieren, schimmert das Fell eines Rehs während der Sommermonate rotbräunlich.

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