Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Pfeifente

Steckbrief

Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Lebensraum: große Seen und Küsten; Island, britische Inseln, Skandinavien, Russland und
Sibirien; Mitteleuropa als Überwinterungsgebiet
Sozialstruktur: große ungeordnete Schwärme; monogame Saisonehe
Nahrung: Pflanzenfresser
Paarungszeit: Winterende
Brutzeit: Mai-Juli
Größe:
41-51 cm; Flügelspannweite 75-86 cm
Gewicht: 500-900 g
Höchstalter: 19 Jahre
Besonderheit: Der weit hörbare, laute, markante Ruf des Männchens hat dieser Ente ihren Namen gegeben.

Kennzeichen:

Die Pfeifente zählt zu den Schwimm-Enten. Ihr Körper wirkt gedrungen. Die Männchen fallen in ihrem „Prachtkleid“ mit braunrotem Kopf und hellcremefarbener Blesse über dem Schnabel auf. Rücken und Flanken sind fein grau gewellt. Die Weibchen sind unscheinbar. Ihr Gefieder ist relativ einheitlich kastanienbraun gefärbt. Beide Geschlechter haben ein weißes Flügelfeld, das beim Schwimmen als weißer Streifen sichtbar ist. Der kleine Schnabel ist graublau mit schwarzer Spitze.

Lebensraum/-weise:

Die ursprünglichen Brutstätten der Pfeifente liegen auf Island und den britischen Inseln sowie in weiten Teilen Skandinaviens, Russlands und Sibiriens. Zur Überwinterung zieht sie nach Mitteleuropa, so dass es hier mittlerweile auch einige feste Brutbestände gibt. Pfeifenten besiedeln bevorzugt große Seen und Küsten. Auch an küstennahen Binnengewässern, Grasländern und Äckern sind sie anzutreffen. Pfeifenten sind sehr gesellig und leben stets in größeren Gruppen zusammen. Sie sind tag-, dämmerungs- und nachtaktiv und können auch nachts außerordentlich gut sehen.

Pfeifenten fliegen vom Wasser auf
Nahrung:

Pfeifenten ernähren sich ausschließlich pflanzlich und sind in ihrer Ernährung sehr anpassungsfähig. Sie bevorzugen Blätter, Gräser, aber auch Seegräser, Wasserpflanzen, Knospen und Kräuter. Pfeifenten verwenden zwei Drittel des Tages auf die Nahrungssuche, die hauptsächlich in der Dämmerung und Dunkelheit stattfindet. Sie brauchen zwischen 300 und 400 g an Nahrung pro Tag, was der Hälfte ihres eigenen Körpergewichtes entspricht.

Fortpflanzung:

Pfeifenten werden ab dem zweiten Lebensjahr geschlechtsreif und suchen sich zumeist jährlich einen neuen Paarungspartner. Legebeginn der Eier ist zwischen Mitte Mai und Juni, das Weibchen baut sich vorher das Nest selbst und legt dann 6 bis 10 Eier. Pfeifenten sind Bodenbrüter. Der Brutplatz ist nie mehr als 250 Meter vom Gewässer entfernt und meist sehr versteckt. Die Eier sind nach 22 bis 25 Tagen ausgebrütet. Kurz nach dem Schlüpfen verlassen die Küken als Nestflüchter das Nest und folgen dem Muttervogel ins Gewässer. Die Flugfähigkeit wird nach etwa 45 Tagen erreicht.

Besonderheiten:

Pfeifenten sind sehr ruffreudige Enten. Es ist der weit hörbare, laute, markante Ruf des Männchens, der dieser Ente ihren Namen gegeben hat. Das Männchen leitet seine kurzen, scharfen, pfeifenden wiu-Rufe häufig mit einem krr krkrkrr ein. Fliegende Pfeifenten sind an ihrem hohen, pfeifend klingenden Fluggeräusch zu erkennen, das von den Schwingen erzeugt wird.

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