Laufente

Steckbrief

Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Lebensraum: Ursprünglich stammt die Laufente aus Südostasien. Inzwischen sind sie als Nutz- und Haustiere fast weltweit verbreitet.
Sozialstruktur: Herdentiere
Nahrung: Körner, Insekten, Schnecken, Schneckeneier, Hühnerfutter
Paarungszeit: ganzjährig
Brutzeit: ganzjährig
Brutdauer: 28 Tage
Gewicht: 1,4-2,3 kg
Höchstalter: etwa 15 Jahre; vereinzelte Berichte dokumentieren jedoch ein Höchstalter von bis zu 20 Jahren
Besonderheit: Laufenten sind gern gesehene Gartenhelfer gegen Schnecken.

Kennzeichen:

Charakteristisch für die von der gewöhnlichen Stockente abstammende Laufente ist die aufrechte Körperhaltung, die den Tieren einen fast menschlichen Gang ermöglicht und somit an der Namensgebung beteiligt war. Darüber hinaus weist die Laufente einen auffällig langen und schlanken Körper auf, der ihr eine gute Fortbewegung zu Fuß ermöglicht. Scherzhaft wird sie daher auch Flaschenente genannt. Ihre Gefiederfarbe ist äußerst variabel und reicht von schwarz über braun bis hin zu schneeweiß.

Lebensraum/-weise:

Laufenten müssen mit anderen Artgenossen gehalten werden. Dabei sollten in einer Gruppe mehr weibliche als männliche Tiere sein oder reine Erpelgruppen gebildet werden, da es sonst zu aggressivem Verhalten kommen kann.

Nahrung/Fütterung/Jagdweise:

Laufenten lieben Nacktschnecken und sind damit ein wichtiger Helfer in Gärten, denn sie halten ihn auf natürliche Art und Weise schneckenfrei. In Gärten mit Laufenten sollte auf Schneckenkorn verzichtet werden. Das Gift wird von den Schnecken aufgenommen und gelangt dann in den Körper der Laufenten, die daran sterben. Mit der Nahrung werden auch immer kleinere Mengen an Steinen und Erde aufgenommen, welche für die Verdauung wichtig sind. Auch wenn Enten dauerhaft im Garten auf Nahrungssuche unterwegs sind, sollte eine zusätzliche Fütterung durch den Menschen erfolgen.

Fortpflanzung/Zucht:

Laufenten zeichnet eine sehr hohe Legeleistung aus. Ein Gelege besteht meistens aus mehr als 20 Eiern. Die Ente brütet 28 Tage lang und verlässt das Nest nur kurzzeitig zum Fressen oder Baden. Erpel sollten in der Zeit der Jungenaufzucht von den Müttern getrennt werden, da die männlichen Tiere die Küken als Konkurrenz ansehen können.

Besonderheiten:

Die Laufente zeichnet sich durch einen lebhaften, agilen Charakter aus und wird aufgrund ihrer bevorzugten Nahrung oft in Gärten gehalten. Dank ihrer besonderen Vorliebe für Schnecken und Schneckeneier sind Laufenten gern gesehene Helfer in europäischen Gärten. Enteneier können genauso wie Hühnereier in der Küche verarbeitet werden. Sie schmecken etwas frischer als Hühnereier und werden vor allem zum Backen verwendet.

Mehr entdecken

Start typing and press Enter to search

Ratte im Wildpark Schwarze BergeRostgans