Kolkrabe

Steckbrief

Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Ordnung:
Sperlingsvögel (Passeriformes)
Lebensraum:
Anpassungsfähig an fast alle Lebensräume
Sozialstruktur: monogame Dauerehe
Nahrung: Allesfresser
Paarungszeit: Spätwinter
Setzzeit: Eiablage im Februar/März, Brutzeit 19-21 Tage
Größe: Körperlänge 54-67 cm, Flügelspannweite 115-140 cm
Gewicht: 1000-1300 g
Höchstalter: In freier Wildbahn bis 23 Jahre, in menschlicher Obhut 28 Jahre, Ausnahmen bis 44 Jahre
Besonderheiten: Kolkraben spielen sehr gerne, oft auch mit anderen Artgenossen! So kann man sie zum Beispiel dabei beobachten, wie sie im Schnee oder auf Sanddünen „rodeln“, schaukeln, balancieren oder sich mit verschiedenen Gegenständen beschäftigen! Sie nutzen Werkzeuge, um an Nahrung zu gelangen. Das ist ein Zeichen für die hohe Intelligenz der Vögel. Der Kolkrabe ist der größte einheimische Singvogel und kann Stimmen und Geräusche imitieren.

Kennzeichen:

Kolkraben haben ein tiefschwarzes Gefieder, welches in der Sonne blau glänzt. Im Flugbild ist der Keilschwanz sehr markant. Schnabel und Beine sind schwarz gefärbt und besonders kräftig. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur durch die Größe und ihr Gewicht. Das Weibchen ist größer und schwerer als ihr Partner. Ein besonderes Merkmal sind die aufstellbaren Kehlfedern, die vor allem bei Lautäußerungen deutlich abstehen.

Lebensraum/-weise:

Der Kolkrabe ist sehr anpassungsfähig und bewohnt neben dichten Wäldern, auch offene und halboffene Landschaften, Hochgebirge und Halbwüsten. Hat sich ein Paar einmal gefunden, leben sie in einer monogamen Dauerehe zusammen.

Nahrung/Fütterung/Jagdweise:

Kolkraben sind Allesfresser, die tierische Kost bevorzugen. Sie ernähren sich von kleinen Wirbeltieren, Insekten, Regenwürmern, Eiern, Aas, aber auch Früchten, Mais und Abfällen.

Fortpflanzung/Zucht:

Die Paarungszeit der Kolkraben ist im Spätwinter. Bei paarweisen Flügen über das Revier werden Flugrollen und Wellenflüge gemeinsam aufgeführt. Nicht selten wird dabei laut gekrächzt. Außerdem kann man zur Balzzeit gegenseitiges Kraulen mit dem Schnabel, Gefiederpflege und Füttern beobachten. Das Nest wird meistens in hohen Bäumen errichtet und besteht aus locker aufgehäuften Ästen, im Inneren befinden sich Moos, Fell und andere weiche Materialien. In das Nest legt das Weibchen maximal sieben Eier, welche sie innerhalb der nächsten drei Wochen ausbrütet. Während des Brutgeschäftes wird sie vom Männchen mit Nahrung versorgt.

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