Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Hermelin

Steckbrief

Familie: Marder (Mustelidae)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Lebensraum: gemäßigte und subarktische Zonen der Nordhalbkugel; offene Landschaften mit kleinen Waldbeständen, Wiesen, Hecken und Gewässern
Sozialstruktur: Einzelgänger
Nahrung: Fleischfresser
Paarungszeit: Spätfrühling und Sommer
Tragzeit: ca. 30 Tage
Größe:
Körperlänge 30-40 cm
Gewicht: Männchen bis zu 360 g, Weibchen etwas leichter
Höchstalter: 1-2 Jahre
Besonderheit: Hermeline werden auch als Haustiere gehalten.

Kennzeichen:

Hermeline gehören zu den Mardern und weisen den typischen Körperbau auf – langgestreckt mit kurzen Beinen. Die Fellfarbe der Hermeline wandelt sich im Laufe eines Jahres: Im Sommer tragen die Tiere oberseits kastanien- bis zimtbraunes Fell. Im Winter kann sich dieses weiß umfärben. Die Schwanzspitze ist immer schwarz. Der Fellwechsel hilft Hermelinen, sich zu tarnen. In schneereichen Gebieten bleibt das Fell ganzjährig weiß.

Lebensraum/-weise:

Das Hermelin – auch Großes Wiesel genannt – ist in den gemäßigten und subarktischen Zonen der Nordhalbkugel verbreitet. In Europa fehlt es nur im Mittelmeergebiet. Die Marderart besiedelt vorzugsweise offene Landschaften mit kleinen Waldbeständen, Wiesen, Hecken und Gewässern. Auch im Bergland ist das Tier bis in Höhen über 3.000 m zu beobachten. Menschliche Siedlungen scheut es nicht. Gelände ohne Deckung meiden Hermeline jedoch, vermutlich weil ihnen dort Gefahr durch Greifvögel droht. Sowohl tagsüber als auch nachts sind Hermeline aktiv. Unterschlupf finden sie meist in Bodennähe, zum Beispiel in Felsspalten, verlassenen Bauen anderer Tiere und in hohlen Baumstämmen.

Nahrung / Jagdweise:

Das Hermelin ist wie die meisten Marder ein Fleischfresser. Es erbeutet kleine Säugetiere, vor allem Wühlmäuse (z. B. Scher- und Feldmaus), aber auch Vögel, deren Eier, Fische, Eidechsen und Insekten. Mit Hilfe seiner ausgeprägten Sinnesorgane spürt das Raubtier seine Beute auf. Dabei stellt es sich gelegentlich auf seine Hinterbeine. Hat das Hermelin sein Beutetier erkannt, schleicht es sich an, springt das Tier an und tötet es mit einem Biss mit seinen spitzen Zähnen in den Nacken. Dabei kann das Hermelin Tiere bis zur Größe eines Wildkaninchens erbeuten.

Fortpflanzung:

Im Spätfrühling und Sommer ist Paarungszeit. Während das Weibchen das ganze Jahr in seinem Revier bleibt, geht das Männchen nun auf Suche nach einer Partnerin. Aufgrund einer Keimruhe im Winter erblicken die Jungen jedoch meist erst im darauffolgenden April oder Mai das Licht der Welt. Sie wiegen nur etwa 3 Gramm und öffnen nach 6 Wochen die Augen. Nach rund 3 Monaten sind sie selbstständig. Außerhalb der Paarungszeit leben Hermeline als Einzelgänger.

Besonderheiten:

Hermeline ernähren sich vorwiegend von kleinen Nagetieren; sie waren vor der großflächigen Ausbreitung der Hauskatze auf vielen Bauernhöfen als Mäusefänger beliebt. Nicht erst seit heute hält man sie auch als Heimtiere. Hermeline werden nur selten für Pelzzwecke gezüchtet, meist werden sie (u. a. in Osteuropa, aber auch in Deutschland) gejagt.

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