Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Heidschnucke

Steckbrief

Familie: Hornträger (Bovidae)
Ordnung:
Paarhufer (Artiodactyla)
Lebensraum:
gern sandige, karge Böden, mit wenig hochwertigem Bewuchs
Sozialstruktur: Herde, nach Geschlechtern getrennt
Nahrung: Gras, Kraut, Rinde, Blätter
Paarungszeit: Oktober-Dezember
Setzzeit: April/Mai
Größe: ca. 70-90 cm
Gewicht: bis 50 kg
Höchstalter: in Menschenhand 16 Jahre
Besonderheit: Junge Lämmer der Heidschnucke haben noch schwarzes, wolliges Fell.

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Kennzeichen:

Vom Wildschaf stammt dieses Hausschaf ab. Es gibt große und kleine, hornlose und gehörnte Schafrassen mit und ohne Wolle. Die in der Lüneburger Heide als Wahrzeichen geltende kleine, kurzschwänzige, meist bei beiden Geschlechtern gehörnte Heidschnucke ist ein mischwolliges Schaf, so genannt, weil ihre Wolle vliesähnlich ist und dazu neigt, stark zu verfilzen.

Lebensraum/-weise:

Die Heidschnucke kommt in der Lüneburger Heide vor. Der Tierbestand wird dort von den Schäfern kontrolliert und oft mithilfe ihrer Hütehunde zusammengehalten. Die Schnucke wird als Woll- und auch als Fleischschaf gehalten, denn letzteres gilt als Delikatesse.

Heidschnucke mit Lamm im Wildpark Schwarze Berge
Nahrung:

Die relativ anspruchslose Heidschnucke lebt fast ausschließlich vom Heidekraut. Die Heide wiederum würde, wenn sie nicht ständig kurz gehalten wird, „ersticken“. Dem Boden wird durch die scharfkantigen Hufe der Schafe Sauerstoff zugeführt.

Fortpflanzung / Zucht:

Die Paarungszeit der Heidschnucken fällt meist in die Monate November bis Dezember. Nach einer Tragzeit von 5 Monaten kommen 1 bis 2 Lämmer zur Welt, die in ihrer Jugend noch schwarzes wolliges Fell haben. Unter normalen Umständen bleiben die Tiere einer Herde ihr Leben lang zusammen. Dank der kontrollierten Haltung durch Menschen wird einer eventuellen Inzucht vorgebeugt. Natürliche Feinde haben vor allem junge Lämmer in Form von Greifvögeln oder Füchsen, wobei die Schafe eine leichte Beute für Wölfe sind.

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