Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Hamburger Silberlack

Steckbrief

Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Lebensraum: vor allem in Britannien, den Niederlanden und Deutschland gehalten; ursprüngliche Herkunft Vorderer Orient
Sozialstruktur: Gruppen mit fester Rangordnung
Nahrung: Gras, Körner, Insekten, Schnecken, Würmer
Paarungszeit: ganzjährig
Brutdauer: ca. 21 Tage
Größe:
Körperlänge 30-40 cm
Gewicht: 1,5-2,5 kg
Höchstalter: 5-10 Jahre
Besonderheit: Anders, als der Name vermuten lässt, sind die Hamburger Hühner aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in Hamburg entstanden.

Kennzeichen:

Das Hamburger Huhn ist ein sehr elegantes, walzenförmiges Huhn, das in seiner Figur ein wenig an Fasane erinnert. Der Körper des Hahns ist schlank mit sichelförmig geschwungenem Schwanz. Während das üppige Gefieder am gesamten Körper zu finden ist, sind die vierzehigen Läufe nicht gefiedert. Der rote Kamm ist beim Hahn größer als bei der Henne, und läuft nach hinten in einen Dorn aus, der weit über den Kopf herausragt. Der Schnabel ist kurz und graublau.

Lebensweise:

Hamburger Hühner sind eine äußerst lebhafte und quirlige Hühnerrasse. Sie mögen keine reine Stallhaltung und brauchen einen möglichst großen sowie abwechslungsreichen Auslauf. Sie sind sehr flugfreudig und übernachten gerne in Bäumen. Innerhalb der Hühnergruppen existieren feste Rangordnungen. Auf diese Weise sollen Konflikte, etwa bei der Nahrungsaufnahme, verhindert werden. An der Spitze jeder Hühnergruppe steht in der Regel ein erwachsener Hahn. Die Hähne krähen in den Morgenstunden. Dieses Verhalten dient der Reviermarkierung und als Imponiergehabe. Die auffälligen, ruckartigen Kopfbewegungen des Huhns dienen dem Sehen. Weil Hühner ihre Augen kaum bewegen können, muss ständig die Position des Kopfes verändert werden.

Hamburger Silberlack, Hahn im Porträt
Nahrung:

Im natürlichen Lebensraum fressen Hühner Gras, Körner, Würmer, Schnecken und Insekten. Hühner sind während der Nahrungssuche sehr wachsam und halten sich gerne in deckungsreicher Landschaft auf. Um etwas Fressbares zu finden, scharren sie oft mit den Füßen auf dem Boden.

Fortpflanzung:

Im Schnitt legen Hamburger Hühner rund 160 bis 180 weiße Eier pro Jahr. Diese Zahl wird aber nur erreicht, wenn jeden Tag das gelegte Ei entfernt wird. Ansonsten beginnen Hühner mit dem Brüten und legen während dieser Zeit keine weiteren Eier. Ein Gelege besteht in der Regel aus 3 bis 6 Eiern. Die Brutdauer beträgt etwa 21 Tage. Der Bruttrieb bei den Hamburger Hühnern ist nur sehr gering ausgeprägt. Eine Tatsache, die sie ihrer Ursprungszüchtung als Wirtschaftshuhn zu verdanken haben. Heute erfreut sich das Hamburger Huhn hauptsächlich als Ausstellungshuhn großer Beliebtheit.

Besonderheiten:

Anders, als der Name vermuten lässt, sind die Hamburger Hühner aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in Hamburg entstanden. Ihr Name rührt vielmehr daher, dass viele Waren, unter anderem auch Tiere, in früheren Zeiten über den Hamburger Hafen nach England gelangten. Hier erhielten die Hühner dann den Sammelbegriff Hamburg Poultry. Der Ursprung der Hamburger Hühner wird somit in England vermutet, dessen Züchter zumindest einen großen Einfluss auf die Reinzucht dieser alten Rasse innehaben. Die Vorfahren der Hamburger stammen vermutlich aus dem Vorderen Orient.

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