Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Chukarhuhn

Steckbrief

Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Lebensraum: vom südöstlichen Balkan über Vorder- und Innerasien bis zur Mandschurei in Wüsten und Waldlichtungen, im Hochgebirge bis 4600 m
Sozialstruktur: paarweise (saisonale Einehe); außerhalb der Paarungszeit gesellig in kleinen Gruppen
Nahrung: Sämereien, junge Triebe, Früchte und Knospen, sowie Insekten und kleine Wirbeltiere
Balzzeit: April – Juli
Brutzeit: Juni-Juli
Brutdauer: 22-24 Tage
Größe: 31-35 cm
Gewicht: 450-700 g (Männchen zum Teil erheblich größer und schwerer als Weibchen)
Höchstalter: 5-7 Jahre, in menschlicher Obhut über 10 Jahre
BesonderheitNamensgebend für das Huhn war der auffallende Ruf, der an “Tschukar“ erinnert.

Kennzeichen:

Das Obergefieder des Chukarhuhns weist eine graubraune Färbung mit leicht bläulichem Schimmer auf. Die Flügel sind an den Spitzen überwiegend bräunlich gefärbt, gleiches gilt für die Schwanzspitze. Die seitlichen Flanken weisen eine schwarzbraune und weißliche Bänderung auf. Charakteristisch ist das schwarze Augenband, das sich vom Auge bis zur Brust zieht und die rahmfarbene Kehle von der graublauen Brust optisch trennt. Der kurze Schnabel und die Extremitäten weisen eine kräftig rote Färbung auf. Die Iris ist bläulich bis bräunlich gefärbt. Bis auf den Größenunterschied gibt es keine weiteren Unterscheidungen bei den Geschlechtern.

Lebensraum/-weise:

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Chukarhühner erstreckt sich über Südosteuropa, den Nahen Osten und das westliche Asien. In weiten Teilen der Erde wurden die Hühner als Neozoen eingeführt. Dies gilt insbesondere für Nordamerika, Hawaii und Neuseeland. Sie leben überwiegend in Höhenlagen zwischen 500 und 2000 Metern in Steppen-, Halbwüsten- und Wüstenzonen, aber auch in Mittel- und Hochgebirgen bis an die Baumgrenze heran. Hier leben die Hühner meist in Hanglage mit viel Sonnenschein. Trockene, vegetationsarme Regionen werden bevorzugt, wie stark zerklüftete, felsige Räume mit Hängen, Geröllfeldern, offenen Grasflächen und einzelnen Strauchgruppen. Wesentlich ist jedoch das Vorkommen von Wasser in Form von Gebirgsflüssen, Bächen oder Quellen. Im Winter ziehen Chukarhühner in tiefere Gebiete und Täler. Das tagaktive Chukarhuhn lebt außerhalb der Paarungszeit gesellig in kleinen Gruppen. Chukarhühner fliegen nur dann, wenn sie entweder vor einer plötzlichen Gefahr fliehen wollen oder sie den Grund von Schluchten schnell erreichen wollen. Sie legen keine großen Entfernungen – maximal 2 km – fliegend zurück.

Chukarhuhnküken
Nahrung:

Ihre Nahrung suchen Chukarhühner überwiegend am Boden. Das Chukarhuhn ernährt sich von Sämereien, jungen Trieben, Früchten und Knospen sowie von Insekten und kleinen Wirbeltieren.

Fortpflanzung:

Die Balz der Chukarhühner findet im Frühjahr von April bis in den Juli hinein. Zur Eiablage kommt es meist im Juni oder Juli. Während der Paarungszeit sind vor allem die Männchen territorial und gegenüber Artgenossen ausgesprochen aggressiv. Sie liefern sich heftige Kämpfe um die Brutgebiete. Das hat dazu geführt, dass insbesondere in Pakistan mit Chukarhähnen auch Hahnenkämpfe durchgeführt werden. Das Weibchen baut ihr Nest in eine einfache Erdmulde. Ausgepolstert wird es mit weichen Gräsern und Federchen. Das Gelege besteht aus 7 bis 15 weißlich-gelben Eiern, die eine dunkelbraune Sprenkelung aufweisen. Nach 24 bis 25 Tagen schlüpfen die Küken. Sie sind Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Flugfähig und selbständig sind sie bereits nach bereits 14 bis 16 Tagen. Mit rund 3 Monaten sind die Jungvögel ausgewachsen.

Besonderheiten:

Namensgebend für das Huhn war der auffallende Ruf, der an “Tschukar“ erinnert. Er ist in eine Ruffolge eingegliedert „tschuk… tschuk …. tschuk…pertschuk…tschukar-tschukar-tschukar“. Mit diesem Ruf sammeln sich Truppmitglieder; er ist außerdem der Warnruf von Männchen zur Revierabgrenzung. Aufgescheuchte Chukarhühner fliegen mit einem laut burrenden Fluggeräusch auf. Dieses laute Geräusch hat vermutlich die Funktion, Bodenfeinde zu erschrecken.

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