Devider Wildpark Schwarze Berge, Abschluss, weiß, gerissen

Cayuga-Ente

Steckbrief

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Lebensraum: Teiche und Seen, ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in Nordamerika
Sozialstruktur: paarweise oder in kleinen Gruppen
Nahrung: Wasser- und Landpflanzen, Samen, Früchte, Insekten, Schnecken, Würmer
Balzzeit: Herbst bis Frühjahr
Brutdauer: 28 Tage
Größe:
55-65 cm
Gewicht: Erpel 3 kg; Ente 2,5 kg
Höchstalter: 15 Jahre, in menschlicher Obhut über 25 Jahre
Besonderheit: Die Cayuga-Ente gehört mittlerweile zu den bedrohten Geflügelrassen in Nordamerika.

Kennzeichen:

Die Cayuga ist eine mittelgroße bis große Ente mit langem Rumpf und breitem Rücken. Der längliche Kopf ist eher klein mit einer flachen Stirn. Das Gefieder ist glatt, fest anliegend, tiefschwarz gefärbt und mit einem intensiv schillernden Grün überzogen. Dieser grüne Schimmer ist über den ganzen Körper verteilt und besonders intensiv an Kopf, Hals und Rücken. Auf dem Flügel zeigt sich oft ein Spiegel, der blau schillert. Der Schnabel ist mittellang, breit und flach und beim Erpel dunkel olivgrün mit einem großen dunklen Sattelfleck bedeckt. Bei der Ente ist der Schnabel schwarz, zur Spitze hin dunkelgrün bis dunkelgrau. Die Augen sind dunkelbraun. Die Enten bekommen mit zunehmendem Alter oft weiße Federn, beginnend mit ein paar weißen Flecken, bis sie mit 6 Jahren oft fast ganz weiß sind. Bei den Erpeln tritt dies in der Regel nicht auf. Cayuga-Enten verfügen über einen guten Geruchssinn, auch ihre Augen und ihr Gehör sind hervorragend. Auf Grund ihres hohen Körpergewichts können sie allerdings nicht gut fliegen.

Lebensraum:

Die Cayuga-Ente gilt als robuste Art und zeichnet sich durch ihr ruhiges, genügsames und zahmes Wesen aus. Sie ist sehr gut angepasst an Klimazonen mit kalten Wintern. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika und ist eine Hausentenrasse. Der Name dieser Rasse geht auf den Cayuga-See westlich von New York zurück, bzw. die dortigen Ureinwohner, die bereits einzelne schwarze Wildenten als eine Art Haustier hielten. Die Cayuga wurde vermutlich aus der schwarzen Wildente und der Rouen-Ente gezüchtet. Nach Großbritannien kam sie 1851. In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde sie von dort nach Deutschland eingeführt.

Cayuga-Ente schwimmt auf dem Wasser
Nahrung:

Die Cayuga-Ente ernährt sich von Kleingetier wie Schnecken, Würmer, Insekten, aber auch Wasserpflanzen, Gräsern, Getreidesaaten, Samen, Beeren und Früchten. Als Schwimmente gründelt die Cayuga auch in seichtem Wasser am Boden nach Nahrung, wenn sie diesen mit dem Schnabel erreichen kann, ohne ganz von der Wasseroberfläche abzutauchen. Besondere Nerven im Schnabelbereich ermöglichen ein gutes Tastempfinden beim Gründeln. Cayuga-Enten gelten als weitgehend autark und sammeln ihre Nahrung selbst, wenn ihnen geeignete Gebiete zur Verfügung stehen.

Fortpflanzung:

Cayuga-Enten legen pro Jahr 60 bis 150 Eier. Ein Ei wiegt ca. 65 g. Zu Beginn der Legesaison sind die Eier schwarzgrün. Mit zunehmender Anzahl werden sie immer heller und sind am Ende der Saison weiß bis grünlich gefärbt. Nach 28 Tagen schlüpfen die Küken. Wenn alle geschlüpft sind, wird das erste Bad genommen. Aus der Pürzeldrüse, die sich auf dem Schwanzansatz befindet, sondern die Enten ein Sekret ab, mit dem sie sich einreiben. Das bewirkt, dass das Wasser beim Schwimmen abperlt. Die frisch geschlüpften Jungen können das noch nicht. Das übernimmt die Mutter für sie. Eine Mischung aus tierischem Futter und Grünzeug bietet die Futtergrundlage. Alle Arten von Sämereien (Glanz, Leinsamen, Sonnenblumen, Hanf usw.) tragen zur Lackbildung, dem grünen Schimmer im Gefieder, bei.

Besonderheiten:

Bis in die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts war die Cayuga die wichtigste Fleischente in den USA. Ab etwa 1890 wurde sie von der Peking-Ente verdrängt. Mittlerweile gehört die Cayuga-Ente zu den bedrohten Geflügelrassen in Nordamerika.

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