Bartkauz

Steckbrief

Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Ordnung:
Eulen (Strigiformes)
Lebensraum: 
Nadelwald
Sozialstruktur: Einzelgänger
Nahrung: kleine Säugetiere
Paarungszeit: Ende Februar bis Mitte Mai
Setzzeit: Brutdauer 28 – 30 Tage
Größe: bis 69 cm, Flügelspannweite bis 150 cm
Gewicht: bis zu 1900 g
Höchstalter: bis 17 Jahre, in menschlicher Obhut 27
Besonderheit: Obwohl der Bartkauz außerhalb der Brutzeit eigentlich ein Einzelgänger ist, ist er sehr tolerant gegenüber seinen Artgenossen.

Kennzeichen: Der Bartkauz ist der größte Vertreter der Gattung Strix, also der Käuze. Er hat einen großen, auffallend runden Kopf und besitzt – wie alle anderen Käuze auch – keine Federohren. Sein Gefieder ist überwiegend grau mit einigen braunen, schwarzen oder weißen Akzenten. Seine Krallen sind nicht sehr kräftig und eher braungrau, während der Schnabel und die Augen auffällig gelb gefärbt sind. Namensgebend ist der schwarze Streifen unterhalb des Schabels, der an einen Bart erinnert.

Lebensraum/-weise: Das Verbreitungsgebiet des Bartkauzes erstreckt sich über weite Teile des sogenannten borealen Nadelwaldgürtels der nördlichen Erdhalbkugel. Es gibt ihn also in Eurasien von Schweden bis an den östlichen Rand Russlands und in Nordamerika von Alaska bis ins östliche Kanada und in weiten Teilen der Rocky Mountains. In diesen Gebieten werden hautsächlich Bestände von Kiefern und Fichten besiedelt. Allerdings ist der Bartkauz in Bezug auf die Baumarten nicht festgelegt, wichtiger sind ihm ein ausreichendes Nahrungsangebot, Nistmöglichkeiten und offene Flächen zur Jagd.

Nahrung/Fütterung/Jagdweise: Obwohl der Bartkauz zu den größten Eulenarten gehört, ernährt er sich zu 90% von Mäusen, außerdem von anderen kleinen Säugetieren wie Ratten, Bisamratten, Lemmingen und Eichhörnchen. Im Vergleich dazu jagt der Uhu, der ähnlich groß, jedoch deutlich schwerer ist und stärkere Krallen hat, Beute bis zur Größe eines Rehkitzes. Seine Beute schlägt der Bartkauz hauptsächlich als Ansitzjäger.

Fortpflanzung/Zucht: Die Balzzeit beginnt für die Bartkäuze meistens Mitte Februar, aufgrund des großen Verbreitungsgebietes jedoch regional auch schon im Spätherbst oder erst deutlich später. Zur Balz gehören arttypische Rufe des Männchens, während es dem Weibchen potenzielle Nester zeigt und Futtergeschenke übergibt. Oft werden einfach Nester von anderen Greif- oder Rabenvögeln wiederverwendet. Im April beginnen die Weibchen mit der Ablage von durchschnittlich 3-6 Eiern, aus denen nach etwa 28-30 Tagen die Jungen schlüpfen. Diese verlassen mit ungefähr vier Wochen das Nest, können zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht fliegen, weswegen sie noch bis zu einem Alter von 20 Wochen abhängig von den Eltern sind.

Besonderheiten: Obwohl der Bartkauz außerhalb der Brutzeit eigentlich ein Einzelgänger ist, ist er sehr tolerant gegenüber seinen Artgenossen. So kann es sogar dazu kommen, dass sich kleine Gruppen bilden und mehrere Tiere auf relativ engem Raum zusammenleben! Zu sozialen Interaktionen kommt es allerdings nicht, nur in der Brutzeit sind bei Bartkauzpärchen häufiges Kraulen des Gefieders und Körperkontakt zu beobachten.

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