Singschwan

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Singschwan

Steckbrief

Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Lebensraum: Nordeuropa bis Sibirien an Tümpeln, Sümpfen, Seen
Sozialstruktur: monogame Dauerehe 
Nahrung: Wasserpflanzen, Kräuter
Brutzeit: Mai-Juni
Brutdauer: 35-38 Tage
Größe: 140-165 cm; Flügelspannweite 200 cm
Gewicht: Weibchen 6 kg, Männchen 12 kg
Höchstalter: 8-10 Jahre; 20-25 Jahre in menschlicher Obhut
Besonderheit: melodische, posaunenartige Rufe, im Flug und bei der Balz

Kennzeichen:

Singschwäne sind weiße, große Vögel mit einem geraden, langen Hals. Der Übergang von der Stirn zum Schnabel ist gerade. Der keilförmige Schnabel hat eine schwarze Spitze und ist an den Seiten gelb gefärbt. Junge Singschwäne haben ein braungraues Federkleid und einen fleischfarbenen Schnabel mit dunkler Spitze. Im ersten Winter bekommen sie weiße Federn.

Lebensraum/-weise:

Singschwäne gibt es im Norden Europas von Island über Skandinavien und Finnland bis nach Nord-Russland und Sibirien. Sie leben an großen Seen, kommen aber auch an flachen Meeresküsten vor. Ab Oktober treffen die Zugvögel in Deutschland ein und kehren Ende März in ihre nördlichen Brutgebiete zurück. Ihr bevorzugtes Rastgebiet ist die Norddeutsche Tiefebene. Während des Winters halten sie sich an Ost- und Nordseeküste sowie an großen Binnengewässern auf. Singschwäne sind im Winter gesellige TiereDem Menschen gegenüber sind sie sehr scheu.

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Nahrung:

Singschwäne sind reine Pflanzenfresser. Ihr langer Hals dient ihnen zum „Gründeln“: Mit Hals und Kopf tauchen sie unter Wasser und suchen mit dem Schnabel den Grund nach Futter ab. An Land fressen sie Gräser und Kräuter, Blätter, Knospen, Samen, und Wurzeln.

Fortpflanzung:

Bereits im Winter beginnen die Männchen, um ein Weibchen zu werben. Dabei lassen die beiden Partner auf dem Wasser schwimmend ihre lauten, posaunenartigen Rufe hören. Haben Singschwäne einen Partner gefunden, bleiben sie ein Leben lang mit ihm zusammen
Zum Brüten suchen Singschwäne flache Moor- und Waldseen auf. Der Nestbau ist Sache des Weibchens. Es errichtet aus Zweigen, Schilf und Grasbüscheln ein großes, haufenförmiges Nest. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern und wird vom Weibchen bebrütet während es vom Männchen bewacht wird. Sobald die Jungen geschlüpft sind wandern sie mit ihren Eltern im Gänsemarsch über die Wiesen: Zuerst kommt die Mutter, dann die jungen Schwäne und zum Schluss der Vater. 

Besonderheiten:

Im Flug und während der Balz geben Singschwäne melodische, posaunenartige Rufe von sich.

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Wüstenbussard

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Wüstenbussard

Steckbrief

Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
Lebensraum: Nord-, Mittel- und Südamerika; Wüsten, Halbwüsten und Steppen
Sozialstruktur: Familienverband
Nahrung: Kleinsäuger, Vögel, Reptilien
Paarungszeit: ganzjährig möglich
Brutzeit: ab März bis zu drei mal im Jahr 
Brutdauer:
33-35 Tage
Größe: 45-60 cm; Flügelspannweite 110-120 cm
Gewicht: 750-1100 g
Höchstalter: 10-15 Jahre in der Natur, bis 20 Jahre in menschlicher Obhut
Besonderheit: Wüstenbussarde jagen in der Gruppe.

Kennzeichen:

Das Federkleid ist dunkelbraun. An Beinen und Schultern zeichnet sich eine rötlichbraune Färbung ab. Bauch- und Brust sind deutlich heller. Auch die Schwanzunterseite ist cremeweiß. Der lange, kräftige Schnabel ist am Ansatz gelb und dunkelgrau an der Spitze. 
Weibchen sind etwa 10% größer als Männchen.

Lebensraum/-weise:

Der Wüstenbussard lebt nicht ausschließlich in trockenen Wüsten. Er besiedelt auch Steppen, Sumpfgebiete und Grasland mit geringem Baumbestand. Wüstenbussarde leben in lockeren Familienverbänden bestehend aus ca. 5 Tieren, die von einem erwachsenen Weibchen angeführt werden. Jede Gruppe beansprucht ein Revier von ca. 5 km2. Das Leben in der Gruppe gilt als Anpassung an den trockenen Lebensraum, da die Jagd in der Gruppe hier erfolgreicher ist. Hauptfeinde sind je nach Verbreitungsgebiet große Eulen, Raben und Kojoten.

Nahrung / Jagdweise:

Das Beutespektrum des Wüstenbussards reicht von Kleinvögeln über Eidechsen, Schlangen, Nagetiere bis hin zu Kaninchen. Wüstenbussarde jagen als einzige Greifvogelart in der Gruppe, angeführt von einem älteren, erfahrenen Vogel. Die Aufgabenteilung bei der Jagd ist dabei nicht starr festgelegt. Mal betätigen sich manche Vögel als Treiber am Boden, mal als Jäger in der Luft.

Fortpflanzung:

In guten Jagdgebieten brüten Wüstenbussarde ganzjährig. Das Nest liegt meist auf Kakteen, Kiefern oder Bäumen von 5-10 m Höhe und wird von dem gesamten Familienverband gebaut. Das Gelege besteht aus 2-5 Eiern. Das Weibchen brütet, die Männchen gehen auf Nahrungssuche, und verteidigen das Nest. Nach 4-5 Wochen schlüpfen die Jungvögel und sind nach weiteren 5-6 Wochen flügge. Ein Familienverband kann bis zu drei Jahre bestehen. Die Jungvögel aus dem Vorjahr beteiligen sich jeweils an der Pflege der neuen Geschwister.

Besonderheiten:

Die Jagd in der Gruppe ist im Vogelreich einmalig und erinnert stark an ein jagendes Wolfsrudel. Ebenso lassen sich Wüstenbussarde vom Menschen abrichten, um mit ihm auf die Jagd zu gehen. Wüstenbussarde gelten als klug und lernen schnell und ihre Bindung an den Menschen ist sehr eng. So folgen sie dem Falkner, wenn dieser bei der Jagd durch die Steppe streift.

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Weißkopfseeadler

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Weißkopfseeadler

Steckbrief

Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
Lebensraum: Alaska, Kanada, Nordamerika; Küstengebiete, Flusstäler und Seen
Sozialstruktur: monogame Dauerehe 
Nahrung: Fisch, Vögel, kleinere Säugetiere, Aas
Paarungszeit: Februar-März
Brutzeit: März-Juni 
Brutdauer: 33-36 Tage
Größe: 70-100 cm; Flügelspannweite 180-250 cm
Gewicht: Männchen 3,5-5,5 Kg, Weibchen 5-7 Kg
Höchstalter: 20-30 Jahre in der Natur, in menschlicher Obhut 50-60 Jahre
Besonderheit: Erst mit 7-10 Jahre ist der Weißkopfseeadler vollständig ausgefärbt.

Kennzeichen:

Typisch für ausgewachsene Weißkopfseeadler ist das weiße Gefieder an Kopf und Hals. Auch die Schwanzfedern sind weiß, Flügel, Bauch und Rücken sind gleichmäßig dunkelbraun gefärbt. Der Schwanz ist leicht keilförmig und im Vergleich zu anderen Greifvögeln nur mäßig lang. Die Krallen und Beine sowie der Schnabel sind hellgelb gefärbt und nicht befiedert.
Junge Weißkopfseeadler tragen ein braunes Gefieder ohne eine Weißfärbung, wodurch die Jungvögel in den felsigen oder bewaldeten Umgebungen kaum auffallen. Mit 3 Monaten ist der Jungvogel bereits ausgewachsen und verlässt das Nest. Noch unerfahren bietet ihm das dunkle Gefieder einen gewissen Schutz. Er kann sich in Revieren anderer Vögel aufhalten, ohne direkt vertrieben zu werden.
Erst im Alter von 3-4 Jahren entwickelt sich die typisch braun-weiße Gefiederfärbung. Das Gefieder verfärbt sich langsam von Mauser zu Mauser, bis der Vogel mit
7-10 Jahren vollständig ausgefärbt ist, und den weißen Kopf, sowie Stoß hat. Erst dann erreichen die Adler auch die Geschlechtsreife. Auch der Schnabel der Jungvögel ist zunächst dunkel gefärbten, und hellt sich mit zunehmendem Alter auf.

Lebensraum/-weise:

Weißkopfseeadler besiedeln Feuchtgebiete jeder Art und leben in angrenzenden Nadel- und Laubwäldern. Ausschlaggebend für ihr Vorkommen ist die Verfügbarkeit von Fisch. Die Greifvögel haben eine Präferenz für offene Gewässer, mit einer Fläche von mehr als 10 km².

Nahrung / Jagdweise:

Die Nahrung besteht zu über 50% aus Fisch, vor allem Lachse  und Heringe werden verzehrt. Hinzu kommen Vögel, Ratten oder Kaninchen. Weißkopfseeadler verfügen über einen ausgeprägten Sehsinn und erspähen auf den Gipfeln hoher Bäume sitzend oder über dem offenen Gewässer kreisend ihre Beute. Ist ein Beutetier entdeckt, wird es aus dem Sturzflug mit den kräftigen Klauen gegriffen. Weißkopfseeadler sind in der Lage, Beutetiere ihres eigenen Gewichts zu transportieren.

Fortpflanzung:

Zur Fortpflanzung kehren Weißkopfseeadler in das Gebiet zurück, in dem sie geschlüpft sind. Sie paaren sich lebenslänglich mit demselben Partner. Die Balzflüge gleichen aufwendigen Flugvorführungen. Die Nester werden in etwa 4 m Höhe in Bäumen gebaut und für mehrere Jahre genutzt. Ein Horst kann bis zu 2,5 m im Durchmesser erreichen. Beide Eltern kümmern sich um das Gelege, das 1-3 Eier umfasst, wobei fast ausschließlich das Weibchen brütet. Die Jungadler sind nach 10-11 Wochen flügge. In der Regel schafft aber nur ein Jungvogel, das Nest zu verlassen und  das erste Lebensjahr zu überleben.

Besonderheiten:

Der Ruf der erwachsenen Vögel ist ein zirpendes „klek kik ik ik ik“, was stark an die Rufe einer Möwe erinnert. Die Jungvögel klingen härter und schriller als die ausgewachsenen Vögel. Ihre Augen sind viermal schärfer als die von Menschen. Ihre Geschwindigkeit ist atemraubend: Mit bis zu 150 km/h stürzen sich die Greifvögel vom Himmel auf ihre Beute.

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Virginia Uhu

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Virginia Uhu

Steckbrief

Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Lebensraum: Nord-, Mittel- und Südamerika in Wäldern, Steppengebieten, Wüsten und Gebirgen
Sozialstruktur: paarweise, saisonal monogam
Nahrung: kleinere Säugetiere und Vögel
Paarungszeit: Januar-Februar
Brutzeit: März-April
Brutdauer: 28-35 Tage
Größe: 46-63 cm; Flügelspannweite 90-150 cm
Gewicht: Männchen 680-1450g, Weibchen 1000-2500g
Höchstalter: 18 Jahre in der Natur, bis 30 Jahre in menschlicher Obhut
Besonderheit: Während der Paarungszeit ertönt der typische Ruf der Uhus.

Kennzeichen:

Deutlich kleiner als der Europäische Uhu, unterscheidet sich der Virginia Uhu in Färbung und Musterung des Gefieders nur geringfügig. Die Farbe des Federkleides reicht von rotbraun bis grau. Über der Brust befindet sich ein weißes Band. Das gesamte Rumpfgefieder ist fein schwarz-weiß-grau gesperbert. Der Gesichtsschleier ist orange bis rötlich und hat einen dunklen Rand. Füße und Zehen sind mit weißen oder gelb-orangen Federn bedeckt. Die Weibchen sind 10–20 % größer als die Männchen. Typisch, wie für alle Uhus, sind die Federohren. Die Augen sind groß und gelb.

Lebensraum/-weise:

Der Virginia Uhu bevorzugt keinen bestimmten Lebensraum. Man findet ihn in Wäldern, Steppengebieten, Wüsten und Gebirgen. Dort lebt er bis in 4000 m Höhe. Paare teilen sich oft über viele Jahre dasselbe Territorium, leben allerdings außerhalb der Brutzeit solitär

Nahrung / Jagdweise:

Die Hauptnahrung besteht aus kleineren Säugetieren, wie Mäusen, Ratten, Kaninchen und Skunks. Aber auch kleinere Vögel wie Tauben, Enten und andere Eulen werden verzehrt, sowie Insekten, kleinere Reptilien und Amphibien. Die gelbe Augenfarbe des Virginia Uhus verrät, dass er am liebsten tagsüber jagt. Die Beute wird im Sturzflug mit angezogenen Flügeln geschlagen. Der Flug ist durch das seidig-weiche und dichte Gefieder fast lautlos. Der Virginia Uhu gilt als sehr erfolgreicher Jäger.

Fortpflanzung:

Virginia Uhus brüten vorzugsweise in alten Greifvogelnestern, Baumhöhlen, Felsnischen und in ausgescharrten Bodenmulden. Sie bauen keine eigenen Nester. Die Balz beginnt zum Winterende. Das Gelege besteht meist aus 2-3 Eiern. Während der Brut wird das Weibchen von seinem Partner mit Futter versorgt. Die Küken verlassen mit 6-7 Wochen das Nest und werden mit 9-10 Wochen flügge.

Besonderheiten:

Während der Paarungszeit lassen Männchen und Weibchen den typischen Ruf‚ huuuuuuh-huh-huh-huh-huuh‘ hören. Die Stimme des Männchens ist tiefer als die des Weibchens.

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Sakerfalke

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Sakerfalke

Steckbrief

Familie: Falkenartige (Falconidae)
Ordnung: Falkenartige (Falconiformes)
Lebensraum: Osteuropa und Zentralasien; Steppengebiete
Sozialstruktur: paarweise monogam
Nahrung: Vögel, kleinere Säugetiere
Paarungszeit: Februar-April
Brutzeit: März-April
Brutdauer: 30-40 Tage
Größe: 44-59 cm; Flügelspannweite 104-135 cm
Gewicht: Männchen 700-900 g; Weibchen 970-1300 g
Höchstalter: 15 Jahre

Kennzeichen:

Der Sakerfalke ist die zweitgrößte Falkenart der Welt. Sein Gefieder ist grau bis sandfarben. Der helle Kopf setzt sich deutlich von der dunklen Oberseite ab. Die Unterseite ist cremefarbig, dunkelbraun gefleckt und gebändert. Die Flügel sind lang, breit und spitz. Die Weibchen sind beträchtlich größer und schwerer als die Männchen.

Lebensraum/-weise:

Der Sakerfalke bevorzugt offenes Gelände, wie landwirtschaftliche Flächen, Steppen, Halbwüsten und Hochflächen der Gebirge, wo er als Standvogel auch den Winter verbringt. In Ungarn und Österreich ist der Sakerfalke stark vertreten, in Deutschland kommt er nur vereinzelt vor.

Nahrung / Jagdweise:

Hauptsächlich macht der Sakerfalke Jagd auf Ziesel und Tauben, aber auch andere tagaktive Nager und Vögel bis Entengröße werden erbeutet. Auch größere Insekten werden gern genommen. Über dem Boden oder Baumwipfeln fliegend und kreisend, sucht der Falke nach Beute. Muss er die Beute verfolgen, profitiert er von seinem guten Beschleunigungsvermögen und seiner Wendigkeit. Er erreicht Geschwindigkeiten von 120–150 kmh. Die Beute wird mit den Fängen gegriffen während der Falke über sie hinwegfliegt. Kleine Beutetiere packt er und fliegt mit ihnen davon, größere werden nur ein Stück mitgerissen.

Fortpflanzung:

Wie alle Falken errichten auch die Saker keine eigenen Nester sondern nutzen Nester anderer baum- oder felsbrütender Vogelarten. Das Gelege besteht aus 2-6 Eiern, die fast ausschließlich vom Weibchen bebrütet werden, während das Männchen die Partnerin mit Nahrung versorgt. Nach 5 Wochen schlüpfen die Jungen. Nach 7 Wochen sind die Jungvögel flügge, werden aber noch weitere 4-6 Wochen bis zur endgültigen Selbstständigkeit von den Eltern betreut.   

Besonderheiten:

Er ist ein beliebter Beizvogel zur Jagd auf Flugwild, wie z.B. Fasan und Enten.

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Rotrückenbussard

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Rotrückenbussard

Steckbrief

Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
Lebensraum: Westen und Süden Südamerikas; Wüsten, Halbwüsten, Steppen, Grasländer, Gebirge
Sozialstruktur: paarweise monogam
Nahrung: Kleinsäuger, Vögel
Paarungs- und Brutzeit: Frühlings- bis Sommermonate des Verbreitungsgebietes
Brutdauer: 26 bis 27 Tage
Größe: 46-56 cm; Flügelspannweite 110-120 cm
Gewicht: ca. 950 g
Höchstalter: 10-15 Jahre in der Natur, in menschlicher Obhut bis 37 Jahre
Besonderheit: Rotrückenbussarde nutzen gerne ungewöhnliche Nistplätze.

Kennzeichen:

Weibchen des Rotrückenbussards haben gewöhnlich einen rotbraunen Mantel. Es gibt allerdings auch wenige Männchen, die dies aufweisen. Die Gefiederfärbung variiert individuell sehr stark und insgesamt treten drei unterschiedliche Farbschläge auf, von dunkelbraun über schiefergrau bis rotbraun. Die Unterseite ist weiß oder braun. Der Schwanz ist weiß mit schmalen grauen Querstreifen und einem breiten, schwarzen Rand. Der Schnabel ist schwarzgrau mit einer schwarzen Spitze, die Beine und Füße sind kräftig gelb mit schwarzen Krallen. Die Augen sind gelblich oder bräunlich. Weibchen sind etwa 6% größer und schwerer als Männchen.

Lebensraum:

Der Rotrückenbussard ist insbesondere im Süden Südamerikas weit verbreitet und kommt dort vor allem in den Andenregionen vor. Er besiedelt Gebirge bis in eine Höhe von 4600 m, und zählt außerdem zum Brutvogelbestand der Falklandinseln.

Nahrung:

Der Rotrückenbussard frisst kleine Säugetiere wie Hasen, Ratten, Mäuse und Kaninchen sowie Gänse und Watvögel. Zur Nahrung gehören auch Aas und Hausgeflügel.

Fortpflanzung:

Rotrückenbussarde bauen ihre Nester gewöhnlich auf Felsbändern. Sie nutzen ihren Horst jedes Jahr wieder. Zu Beginn der Fortpflanzungszeit werden am Horst weitere Zweige und Ästchen verbaut, so dass dieser mit der Zeit sehr groß werden kann. Das Gelege besteht aus 1-3 Eiern die von beiden Eltern ausgebrütet werden. Nach 40-50 Tagen sind die Jungvögel flügge.

Besonderheiten:

Vom Rotrückenbussard sind eine Reihe von ungewöhnlicheren Nistplätzen bekannt: in dornigen Sträuchern, auf fortgeworfenen Rollen von Stacheldraht, auf Zaun- und Laternenpfählen, auf dem Mast einer Radarstation.

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Blaubussard

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Blaubussard

Steckbrief

Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
Lebensraum: Südamerika; Waldgebiete, Trockensteppe und Hochgebirge
Sozialstruktur: paarweise monogam
Nahrung: Kleinsäuger, Reptilien, Insekten, Aas
Paarungszeit: Frühlings- bis Sommermonate des Verbreitungsgebietes
Brutzeit: Sommermonate des Verbreitungsgebietes
Brutdauer: 37-40 Tage
Größe: 60-80 cm; Flügelspannweite 150-180 cm
Gewicht: Männchen ca. 1700 g, Weibchen ca. 2300 g 
Höchstalter: bis zu 40 Jahre
Besonderheit: Die Greifvögel können mehrere Stunden in der Luft segeln und bis auf eine Höhe von 7500 m ansteigen.

Kennzeichen:

Der Blaubussard, auch Kordillerenadler oder Aguja (portugiesisch aguia = Adler) genannt, zählt zu den größten und am kräftigsten gebauten Bussarden. Das Gefieder an Kopf und Oberseite ist bläulich schiefergrau bis schwärzlich oder dunkel rußbraun gefärbt und setzt sich deutlich von der weißen Unterseite ab. Der Schnabel ist groß und hoch. Die Flügel sind lang und breit, der Schwanz ist kurz und keilförmig. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als Männchen. Jungvögel haben ein mäusebussardartiges braunes Federkleid zur besseren Tarnung und zum Schutz vor Konkurrenten um Weibchen und Reviere. Erst mit Eintritt der Geschlechtsreife bildet sich die adulte Färbung des Gefieders.

Lebensraum/-weise:

Der Blaubussard bewohnt in Südamerika offene und halboffene Landschaften aller Art wie Trockenwälder und Savannen, und besiedelt Bergregionen entlang der Anden bis in Höhen von 4500 m.

Nahrung / Jagdweise:

Die Beute besteht zu 80% aus kleinen und mittelgroßen Säugetieren, wie Ratten, Kaninchen, Hasen, Meerschweinchen und Skunks. Aber auch Vögel, Insekten oder andere Wirbellose, Schlangen, Eidechsen und Aas werden verzehrt. Der Blaubussard jagt hauptsächlich am Vor-und Nachmittag. Er kreist über offenem Gelände, bis er mit seinen hervorragenden Augen die Beute erspäht. Dann geht er im Sturzflug auf die Beute nieder und greift sie mit den FängenDiese kann bis zu 3 kg wiegen.

Fortpflanzung:

Seinen Horst errichtet der Blaubussard in hohen Bäumen oder auf Felsklippen. Oft wird das Nest über mehrere Jahre benutzt, oder in der Nähe ein neues gebaut. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern und wird etwa 5 Wochen bebrütet. Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert. Nach etwa 8 Wochen sind die Jungvögel flügge, werden aber erst nach 10 Monaten selbständig.

Besonderheiten:

Die Greifvögel können mehrere Stunden in der Luft segeln und bis auf eine Höhe von 7500 m ansteigen.

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Farbratte

Farbratten
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Farbratte

Steckbrief

Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Lebensraum: Haustier
Sozialstruktur: soziale Gruppen
Nahrung: überwiegend pflanzlich
Paarungszeit: ganzjährig
Setzzeit: nach einer Tragzeit von 22 Tagen
Größe:
Kopfrumpflänge 22-26 cm,
Schwanzlänge 18-22 cm
Gewicht: 200-600 g
Höchstalter: 3 Jahre
Besonderheit: Stammt von der Wanderratte ab und kam aus Ostasien nach Europa.

Kennzeichen:

Farbratten haben einen langen unbehaarten Schwanz, der fast genauso lang ist wie ihr Körper, auffällig kleine Ohren und dunkle Knopfaugen. Die heutigen Zuchtformen weisen eine Vielzahl von Farb- und Fellvarianten auf, weshalb sich der Begriff Farbratte einbürgerte. Zudem unterscheiden sie sich durch ihr zahmes und ruhiges Verhalten von ihren wilden Verwanden.

Lebensweise:

Farbratten sind sehr gesellig und leben in Gruppen.  Gegenseitige Fellpflege, Spiel und Kommunikation mit Artgenossen sind für sie äußerst wichtig. Die Farbratte ist ein intelligentes, hochsoziales und bewegungsfreudiges Haustier, das auch gerne mit seinen Besitzern interagiert und Neues erkundet. Ratten haben ein feines Gehör und einen gut ausgeprägten Geruchs- und Geschmackssinn. Es sind dämmerungsaktive Tiere, die vor allem am Morgen und am Abend aktiv sind. Zu helles Licht vertragen ihre Augen nicht.

Nahrung:

Farbratten sind ebenso wie ihre wilden Vorfahren Allesfresser, die sich überwiegend pflanzlich ernähren. Zusätzlich zu Sämereien, Getreide, Gemüse und Früchten fressen Farbratten auch Insekten.

Fortpflanzung:

Ab einem Alter von vier bis sechs Wochen sind Farbratten geschlechtsreif und können sich ganzjährig paaren. Ein Weibchen kann pro Wurf bis zu 20 Junge zur Welt bringen (durchschnittlich 10-12) Sie kann mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen!

Besonderheiten:

Die Farbratte stammt ursprünglich von der Wanderratte (Rattus norvegicus) ab, die im 18. Jahrhundert aus Ostasien über den Schiffsverkehr nach Europa gelangt ist. Zu Beginn des 20. Jahrhundert begann die gezielte Zucht von Wanderraten, zum einen als Kampfratte für Wetten, oder als Ausstellungs- und Zirkustier. Hierfür wurden meist weiße Ratten (Albinos) bevorzugt. Zudem werden sie bis heute als Labor- und Versuchstier verwendet. Nach der besonderen Beliebtheit, die die Farbratte durch die Punk-Bewegung der 1980er-Jahre erfuhr, sind sie heute ein beliebtes Heimtier.

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Cayuga-Ente

Cayuga-Ente schwimmt auf dem Wasser

Die Cayuga-Ente gilt als robuste Art und zeichnet sich durch ihr ruhiges, genügsames und zahmes Wesen aus.

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Sandregenpfeifer

Sandregenpfeifer steht am Wasser

Der Sandregenpfeifer ist ein Kurz- bis Langstreckenzieher und in Deutschland vom Aussterben bedroht, u.a. wegen fehlender Bruthabitate.

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