Braunbär

Steckbrief

Lebensraum: bewaldete Gebirgsregionen
Sozialstruktur: Einzelgänger
Nahrung: Allesfresser
Paarungszeit: Mai bis Juli
Setzzeit: Januar bis März in der Winterruhe
Größe: Körperlänge von bis zu 3 m, Schulterhöhe von etwa 1,20 m
Gewicht: durchschnittlich 150 bis 250 kg
Höchstalter: 30 Jahre, in Menschenhand 50 Jahre
Besonderheit: der muskulöse Buckel über den Schultern verleiht den Vorderbeinen zusätzliche Kraft

Kennzeichen: Europäische Braunbären gehören zur Familie der Großbären, sie werden bis zu 600 kg schwer, erreichen eine Körperlänge von bis zu 3 m und eine Schulterhöhe von etwa 1,20 m. Die männlichen Tiere sind meist kräftiger und größer als die weiblichen. Die Färbung ihres Felles erstreckt über alle Brauntöne bis hin zu fast schwarzen Tieren. Braunbären sind Sohlengänger wie wir Menschen. Sie haben fünf Zehen an jedem Lauf und kräftige, lange Krallen, die sie nicht einziehen können. Mit diesen „Pranken“ erlegt der Braunbär seine Beutetiere wie Rehe, Kaninchen und Hasen.

Lebensraum/-weise: Der Braunbär ist das größte, in Europa beheimatete europäische Landraubtier. Braunbären bevorzugen für gewöhnlich vom Menschen ungenutzte Territorien von bis zu 2000 km² Größe, abhängig vom Nahrungsangebot. Lediglich die Zerstörung ihres Lebensraums und der damit einhergehende Nahrungsmangel treiben sie in die Nähe des Menschen.

Braunbären sind für gewöhnlich Einzelgänger. Sie leben dämmerungs- und tagaktiv in Wald- und Gebirgsregionen in Wassernähe. Ihre Reviere markieren sie an so genannten Scheuerbäumen, die im Laufe der Jahre ganz blank gescheuert werden. Braunbären haben einen sehr gut ausgeprägten Hör- und Geruchssinn, ihr Sehvermögen ist eher begrenzt. Aufgrund des schwindenden Nahrungsangebots im Winter können sie eine Winterruhe halten. Hierfür fressen sie sich über den Sommer und Herbst eine Fettschicht an, die dann während der Ruhephase aufgebraucht wird. Wenn ausreichend Nahrung vorhanden ist, bleibt diese aus und die Tiere erwachen bei Störungen sehr schnell. Für die Winterruhe suchen sie sich geschützte Höhlen in Felsen oder steilen Erdhängen. Häufig werden diese mehrere Winter lang von demselben Tier genutzt. Ihre Tagesruheplätze legen sie in natürlichen Mulden oder selbst gegrabenen Kuhlen sowie im Dickicht oder unter Bruchholz an. Ausreichend Schutz durch Büsche oder andere höhere Pflanzen ist ihnen hierbei wichtig.

Nahrung/Fütterung: Obwohl der Braunbär zu den Raubtieren (Carnivora) zählt, ist seine Nahrung erstaunlich vielseitig. Einen großen Anteil an seinem Speiseplan haben z.B. Kräuter, Knospen, Beeren, Pilze und Sämereien, darunter auch Bucheckern und Eicheln. Seinen Bedarf an tierischem Eiweiß kann er bei einem Mangel an größeren Beutetieren auch über Eier, Mäuse, Insekten und Larven, Honig und Fisch decken. Auch Aas verschmäht er nicht.

Fortpflanzung/Zucht: Die Paarungszeit der Braunbären fällt in den Mai und Juni, nur zu dieser Jahreszeit leben sie paarweise. Die Jungenaufzucht übernimmt das Weibchen allein. Es findet eine Keimlingsruhe statt, so dass der Keimling sich erst im Herbst in der Gebärmutter zur Entwicklung einbettet. Dadurch dauert die Tragzeit insgesamt etwa 7,5 Monate, die Entwicklung des Fötus aber nur etwa 7,5 Wochen. Zu Beginn des Jahres werden 2 bis 3 wenig entwickelte Jungtiere in der Schlafhöhle geboren und dort etwa 3-4 Monate gesäugt. Erst dann verlässt die Bärin ihre Höhle mit den Jungtieren. Während dieser Zeit verliert sie bis zu 40 % ihres Körpergewichts Die größte Gefahr für junge Bären stellen männliche Artgenossen und Menschen dar. Ist die Mutter nicht erneut trächtig, dürfen die Jungen auch den folgenden Winter bei ihr verbringen. Danach suchen sie sich ihre eigenen Reviere. Braunbären werden mit etwa 2,5 Jahren geschlechtsreif und können in menschlicher Obhut bis zu 50 Jahre alt werden.

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